Burn or breathe, either way its complicated
[private Szene & feste Postreihenfolge]
Charaktere
Datum
13.01.2024
Tageszeit
Vormittags
Ort
vor Grahams Haus
2 Posts
2 Scenes
offline
Cap
Es hatte viel Überwindung gekostet. Seine Halbschwester hatte diese Info mit ihm geteilt. Wo sein Vater wohnte. Sie hatte ihn vor einer Weile ausfindig gemacht und sich einfach bei ihm gemeldet, weil er auf einer Website gesucht hatte, die sich mit sowas beschäftigte. Wer hätte denn ahnen können, dass er da draußen tatsächlich noch Geschwister hatte? Phoenix fummelte am Reißverschluss seiner Jacke, nervös. Starrte über die Straße hinweg auf das Tor, hinter dem das Haus seines Vaters stand. Er fragte sich, was für ein Leben dieser führte. Hatte er eine Frau? Vielleicht noch mehr Kinder? Er konnte nicht verhindern, den Gedanken ziemlich...doof zu finden. Wobei doof sicher nicht das richtige Wort war, aber der Gedanke dass sein Vater dort drinnen vielleicht eine andere Familie hatte – mit Kindern, die er tatsächlich gewollt hatte – das schmerzte mehr als er sich zugestehen wollte. Er seufzte leise. Es wurde ja nicht leichter, je länger er hier stand und starrte.
Also setzte er sich langsam in Bewegung, kreuzte die Straße und klingelte schließlich am Tor. Es dauerte nicht lange bis er die Gegensprechanlage hörte. Aber das war definitiv nicht sein Vater, sondern nur die Haushälterin, so wie sich vorstellte. Er erklärte ihr sein Anliegen und wusste nicht ob sie ihm glauben würde. ER würde es sich selbst auch nicht glauben, wenn er anstelle der armen Frau wäre. Es könnte schließlich jeder sowas behaupten. Aber ganz ehrlich, für ihn war das kein blöder Scherz. Er wollte wissen was für ein Mensch sein Vater war. Er wollte ihn kennenlernen. Wissen, ob wenigstens sein biologischer Vater genug Eier hatte und ihn so akzeptierte wie er war. Also nicht, dass er das direkt rausposaunen würde, dass er trans war – zu viele schlechte Erfahrungen. Außerdem war das ein sensibles Thema und keins wo man mit der Tür ins Haus fallen konnte.
Er lehnte sich an die Mauer, während er wartete. Vermutlich sagte sie nun bescheid, dass er hier wartete und wer er war. Er hatte ja nicht mal Ahnung ob sein Vater ihn überhaupt sehen wollte. Ob er wusste, dass er Kinder in die Welt gesetzt hatte. Ob es ihm gar egal war? Was wenn sein Vater ein Arschloch war? Naja….viel schlimmer konnte seine familiäre Situation eigentlich auch nicht mehr werden, befand er im stillen und begann wieder an dem Reißverschluss seiner Jacke herumzufummeln. Nervosität. Pure Nervosität.
Also setzte er sich langsam in Bewegung, kreuzte die Straße und klingelte schließlich am Tor. Es dauerte nicht lange bis er die Gegensprechanlage hörte. Aber das war definitiv nicht sein Vater, sondern nur die Haushälterin, so wie sich vorstellte. Er erklärte ihr sein Anliegen und wusste nicht ob sie ihm glauben würde. ER würde es sich selbst auch nicht glauben, wenn er anstelle der armen Frau wäre. Es könnte schließlich jeder sowas behaupten. Aber ganz ehrlich, für ihn war das kein blöder Scherz. Er wollte wissen was für ein Mensch sein Vater war. Er wollte ihn kennenlernen. Wissen, ob wenigstens sein biologischer Vater genug Eier hatte und ihn so akzeptierte wie er war. Also nicht, dass er das direkt rausposaunen würde, dass er trans war – zu viele schlechte Erfahrungen. Außerdem war das ein sensibles Thema und keins wo man mit der Tür ins Haus fallen konnte.
Er lehnte sich an die Mauer, während er wartete. Vermutlich sagte sie nun bescheid, dass er hier wartete und wer er war. Er hatte ja nicht mal Ahnung ob sein Vater ihn überhaupt sehen wollte. Ob er wusste, dass er Kinder in die Welt gesetzt hatte. Ob es ihm gar egal war? Was wenn sein Vater ein Arschloch war? Naja….viel schlimmer konnte seine familiäre Situation eigentlich auch nicht mehr werden, befand er im stillen und begann wieder an dem Reißverschluss seiner Jacke herumzufummeln. Nervosität. Pure Nervosität.
