Herzlich willkommen in Großbritannien!
Das aufregende Großstadtleben in London oder doch lieber die idyllische Hügellandschaft der Cotswolds? Vielleicht studierst du an der renommierten Universität von Oxford? Oder zieht es dich eher in den Norden, wo Edinburgh und die Highlands auf dich warten? Vielleicht schlägt dein Herz für das Landleben, während du dich gleichzeitig nach Meer und Wellenreiten sehnst? In diesem Fall bist du auf der Gower-Halbinsel in Wales genau richtig.
SHORTFACTS
Das Tempest ist ein reallife Forum mit dem Rating L3S3V3 und bietet Platz für alle Spieler über 18 Jahren. Wir erwarten monatlich eine Rückmeldung über die Whitelist, während Aktivitätenkontrollen lediglich halbjährlich durchgeführt werden. Euch steht das gesamte Spieljahr 2024 zur Verfügung. Obwohl hier alles fiktiv ist, berücksichtigen wir dennoch die Auswirkungen des Brexit.
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Tourist
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in the cracks of new year's eve we might discover some deepness in this marriage
[private Szene & feste Postreihenfolge]
Datum
01.01.2024
Tageszeit
früher Morgen
Ort
Villa der Duffys
56 Jahre
medizinischer Leiter & Allgemeinchirurg
verheiratet (heterosexuell)
römisch-katholisch
6 Posts
1 Scenes
offline
Filou
01.01.2024, früher Morgen
Villa der Duffys
Graham wusste nicht, ob er irritiert oder erleichtert sein sollte. Im Grunde konnte er es sich leicht machen und so tun, als sei gestern nichts gewesen; das würde die Oberflächlichkeit ihrer Beziehung aufrecht erhalten, und diese Oberflächlichkeit bedeutete für ihn Sicherheit und Stabilität. Etwas verlässliches, etwas, das immer da war und das er nicht anzweifeln musste. Smalltalk beim Frühstück und auch sonst in allen Lebenslagen, damit fuhren sie gut, seit sie sich auf dieser Hochzeit begegnet waren. Warum also ein bewährtes Konzept ändern und riskieren, dass das Kartenhaus ins Wanken geriet?
Doch irgendwie ging ihm ihr seltsames Verhalten heute Nacht oder vielmehr heute Morgen, je nachdem wie man es sah, nicht mehr aus dem Kopf. Der Klang ihrer hohlen Stimme, der Gesichtsausdruck, den er nicht an ihr kannte und daher nicht einordnen konnte, der beschleunigte Puls, ihre kühle, klamme Haut. Ging es ihr gut? Musste er sich Sorgen machen?
Zunächst einmal widmete er sich automatisch der Sauce, dankbar für die Bitte, die ihm etwas zu tun gab. Während er besagte Sauce umrührte, warf er seiner Frau einen unauffälligen Seitenblick zu. Mit gewohnter Sorgfalt bereitete sie das Frühstück zu, und doch erinnerte es ihn irgendwie an ihre Spachtelaktion. Was wohl passieren würde, wenn er ihre Ordnung durchbrach, etwa in dem er sich ein Stück Lachs stahl? Er hatte nicht vor, das zu tun, aber er Gedanke beschäftigte ihn einen Moment, bis er sich schließlich daran machte, den Tisch zu decken.

Als Letztes Stellte er seine Kaffeetasse auf den Tisch und beobachtete genau ihre Reaktion, als er sie fragte, wie ihr Schlaf gewesen war. Ihm entging nicht, dass sie in ihrer Bewegung kurz ins Stocken geriet. Sie ließ sich Zeit mit der Antwort, und als sie mit den Tellern zum Tisch kam, nahm er Platz und nahm seine Tasse in die Hand, um daran zu trinken. Genug hatte sie geschlafen. Das sagte wenig über die Qualität aus, aber offensichtlich wollte sie dazu auch keine Aussage tätigen. Stattdessen nahm sie nun ebenfalls platz und begann, Smalltalk zu machen; genau, wie sie es immer taten. Doch noch während Graham sein Besteck aufnahm, wurde ihm klar, dass ihm das heute irgendwie gegen den Strich ging. An einem gewöhnlichen gemeinsamen Morgen war alles entspannt und unkompliziert; nichts störte die glatte Oberflächlichkeit ihrer Beziehung. Doch mit ihrem Verhalten in der Nacht hatte sie ein Steinchen in den Teich geworfen, und die Oberfläche kräuselte sich noch in den Nachbeben des Einschlags, auch wenn der Stein nur winzig klein gewesen war. Graham atmete tief durch; er sollte auf den Smalltalk eingehen. Nicht nachfragen. Das Kartenhaus nicht anpusten, den Stein ignorieren. Doch da war ein neues Gefühl in ihm, eines, dass nicht einfach ignoriert werden wollte: Er sorgte sich um sie.

Ging es ihr wirklich gut? War der kleine Vorfall so unscheinbar gewesen, wie sie ihn Glauben machen wollte? Oder war da etwas in ihrer außer Balance, und brauchte sie seine Unterstützung, um sich wieder ins Gleichgewicht zu bringen? Es gab nur einen Weg, das herauszufinden. "Ich vermute, sie wird ein paar Tage brauchen. Du solltest ihr auf jeden Fall nicht erzählen, was mit dem Kleid passiert ist, sonst bekommt sie vermutlich einen Herzinfarkt", gab er zunächst zurück, nahm sich etwas zu Essen auf die Gabel und schob es sich in den Mund, um zunächst nachdenklich zu kauen und seine Worte mit Bedacht zu wählen. Schließlich legte er sein Besteck ab, legte seine Unterarme auf die Tischkante, lehnte sich etwas vor und sah Eveline forschend an. "Möchtest du darüber reden?" fragte er ruhig, bewusst das Benennen des Vorfalls vermeidend. Er wollte nichts ins Rollen bringen, was er dann nicht mehr aufhalten konnte.