you were destined for me; perhaps as a punishment
[private Szene & feste Postreihenfolge]
Charaktere
Datum
06.02.2024
Tageszeit
morgens
Ort
Trainingsgelände des Spartans FC
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Kira
„Montford!“ Mit dem Handrücken rieb Yuri sich über die Wange, die leicht erhitzte Haut war ein Zeugnis des intensiven Aufwärmens und trotzte der kalten Winterluft, der sie hier draußen auf dem Trainingsfeld ausgeliefert waren. Inzwischen hatte die Sonne es geschafft, ein paar klägliche Strahlen durch die dunkle Wolkendecke zu schicken, doch nach wie vor waren es die Flutlichter, die den Kunstrasen mit ihren kalten Streifen dominierten. Februar in Edinburgh war gnadenlos. Der Wind zerrte an den Haaren, bei jedem Schritt knirschte es leicht unter den Sohlen. Unter dem schwarz-grünen Trikot schützte ihn ein dunkler Baselayer vor dem Auskühlen, während schwarze Thermo-Tights unter den ebenfalls schwarzen Shorts für zusätzliche Wärme sorgten. Dunkelgrüne Stollenschuhe und bis zum Knie gezogene Stutzen rundeten die Uniform ab. Sein Blick fand den von Coach Henderson, der ihm mit einer Geste zu verstehen gab, dass er zu ihm kommen sollte. „Wir machen mit Passübungen weiter. Zweier-Teams“, erklärte der, nachdem Yuri zu ihm getreten war. Yuri nickte lediglich und versteifte sich kurz, als Henderson fortfuhr: „Ich möchte, dass du dir Fraser zur Seite nimmst. Ich würde ihn sonst mit McGrady verpartnern, aber zu leicht wollen wir es ihm auch nicht machen. Lass ihn ein bisschen schwitzen. Ich möchte, dass er auf das kommende Spiel vorbereitet ist.“ Da spannte sich der Kiefer minimal an und die grünen Augen fanden kurz zu dem Neuzuwachs des Spartans FC hinüber: Callum Fraser. Am liebsten hätte Yuri ausgespuckt und seinem Coach gesagt, dass er sich diese Bitte in den Allerwertesten stecken konnte. Bisher war es ihm ganz gut gelungen, Callum auf dem Platz weitesgehend zu meiden, ihn zu ignorieren oder mit Blicken zu versehen, die einem Dolch gleichkamen, der sich in eine Kehle hineinbohrte. Aber es stimmte: das nächste Spiel stand an und sie mussten ihren neuen Stürmer bestmöglich ins Team integrieren und fit für die noch aktuell laufende Saison machen, wenn sie sich nicht komplett blamieren wollten. Darum schluckte er seinen Stolz runter — es schmeckte wie eine bittere Plörre — und stapfte geradewegs auf Callum zu, während Coach Henderson hinter ihm laut die Anweisung gab: „Zweiergruppen, Jungs! Aufwärmen mit Passkontrolle.“
„Fraser!“ Callum war einer der wenigen Spieler in ihrem Team, den Yuri stoisch mit seinem Nachnamen ansprach. „Wir bilden ein Team, komm mit.“ Das war keine Bitte, wie auch die anderen Spieler direkt verstanden, denn die unterließen es, Callum nach einem möglichen Team-Up zu fragen und verhandelten das ausschließlich untereinander. Yuri positionierte sich gegenüber von Callum an einem der Hütchen, die auf dem Kunstrasen in einem Abstand von exakt zwölf Metern aufgestellt worden waren, die Knie leicht gebeugt, die Füße fest auf dem Boden, die Augen auf den Ball gerichtet, der vor Callum bereit lag. Der Abstand zwang sie, die Pässe präzise zu spielen, gleichzeitig gab er genug Raum, um Annahme, Technik und Timing zu testen. „Dann zeig mal“, forderte er den jüngeren Spieler dazu auf, ihm den Ball zuzupassen und schaffte es dabei mühelos seine harmlosen Worte wie eine Beleidigung klingen zu lassen.
„Fraser!“ Callum war einer der wenigen Spieler in ihrem Team, den Yuri stoisch mit seinem Nachnamen ansprach. „Wir bilden ein Team, komm mit.“ Das war keine Bitte, wie auch die anderen Spieler direkt verstanden, denn die unterließen es, Callum nach einem möglichen Team-Up zu fragen und verhandelten das ausschließlich untereinander. Yuri positionierte sich gegenüber von Callum an einem der Hütchen, die auf dem Kunstrasen in einem Abstand von exakt zwölf Metern aufgestellt worden waren, die Knie leicht gebeugt, die Füße fest auf dem Boden, die Augen auf den Ball gerichtet, der vor Callum bereit lag. Der Abstand zwang sie, die Pässe präzise zu spielen, gleichzeitig gab er genug Raum, um Annahme, Technik und Timing zu testen. „Dann zeig mal“, forderte er den jüngeren Spieler dazu auf, ihm den Ball zuzupassen und schaffte es dabei mühelos seine harmlosen Worte wie eine Beleidigung klingen zu lassen.
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Fay
Wenn Callum etwas hasste, war es der Winter, dicht gefolgt von dem Gefühl, zu wenig Koffein in jeder einzelnen Körperzelle zu haben. Für gewöhnlich pushte der Student seinen Körper mit einer ungesunden Kombination aus Kaffee und Energy-Drinks, bevor er sich funktionstüchtig glaubte, um den Pegel mit immer neuen Dosen des Wachmachers aufrechtzuerhalten. Es war ein schlechtes Laster, das ihm an besonders anspruchsvollen und langen Tagen aber die beste Stütze war. Genau so einer lag heute vor dem 24-jährigen mit der Doppelbelastung aus forderndem Studium und körperlich anstrengendem Training auf dem Kunstrasen eines Zweitligisten. Cal liebte den Fußball, liebte die Möglichkeit des Gewinnens dahinter und noch mehr diesen bittersüßen Schmerz in den Beinen, der eintrat, nachdem er neunzig Minuten alles aus sich herauszuholen versucht hatte. Sein Ehrgeiz beschränkte sich nicht allein auf Klausurergebnisse, er kam auch in ein Trikot gekleidet sehr deutlich zum Vorschein. Umso mehr ärgerte sich Callum über die Tatsache, aufgrund einer kurzen Nacht verspätet aus dem Bett gekommen zu sein, wodurch außer einer kurzen Dusche nur noch Zeit für einen einzigen Schluck der starken Röstung geblieben war. Damn, er spürte die Müdigkeit von den Haarspitzen bis zu den in Socken verpackten Zehen. Noch recht frisch in den Kader aufgenommen durfte er sich keine Schwäche erlauben, denn die Spartans hatten wirklich Potenzial für einen Platz in der oberen Hälfte der Tabelle. Auf persönlicher Ebene hatte er noch keinen richtigen Anschluss zu den anderen gefunden. Manche hielten ihn für eingebildet, während er selbst einige aus dem Team für langweilige Noobs befand. Also strengte er sich besonders an, torstark unersetzbar zu werden. Selbst wenn das bedeutete, dass er unter der Führung eines ihm unsympathischen Kapitäns spielte, dessen Stimme ihm die Nackenhaare immer zu Berge stehen ließ.
So auch jetzt, als er von der Nummer 8 zum Mitkommen aufgefordert wurde. Montfords Gesichtsausdruck nach zu urteilen, würde der jetzt lieber das rohe Herz eines Hundes fressen als sich seiner anzunehmen. Cal wusste nicht, ob ihm pure Schadenfreude für den Hauch einer Sekunde ein Schmunzeln auf die Lippen trieb oder etwas anderes dahintersteckte. Ohne Einwand setzte er sich langsam in Bewegung, um sich dem Älteren nach ein paar Metern gegenüberzustellen; gegnerisch anmutend, nicht wie zwei Mitglieder derselben Mannschaft mit dem gleichen Ziel vor Augen."Ich hoffe, deine Nase ist nicht ganz so anfällig wie deine alte Karre. Nur für den Fall, dass ich deine Füße mit dem Gesicht verwechsle" , schoss der Jüngere zurück, bevor seine Schuhspitze überhaupt erst in Kontakt mit dem Leder zwischen ihnen gekommen war. Die direkte Konfrontation scheute er nicht, sah diese hier mehr als Chance, unter Beweis zu stellen, nicht nur eine große Klappe zu besitzen. Cal strich sich das ungemachte Haar zurück, dann drehte er sich leicht zur Seite, verlagerte das Gewicht selbstbewusst auf seinen Standfuß und spielte den Ball mit der rechten Innenseite in Richtung seines Trainingspartners. Nicht hart, keine Spur aggressiv; das tat er nur inmitten von zehn Mann. Auch unausgeschlafen war sein Blick wachsam. Yuri würde ihn nicht schonen, keine Sekunden verstreichen lassen, zurückzupassen, sodass der ganze Fokus auf seinem Gegenüber lag. Ein zweiter Ballkontakt, nach dem der Schotte nochmals die Stimme nutzte. "Und? Wie viel Beherrschung kostet es dich, mir nicht in die Visage zu schießen, mh?" Ganz konnte Callum die Provokation nicht sein lassen. Dabei hatte er wenig Bock auf Beef und war schlicht noch immer angepisst von Yuris empfindlicher Reaktion bei ihrem ersten Aufeinandertreffen.
So auch jetzt, als er von der Nummer 8 zum Mitkommen aufgefordert wurde. Montfords Gesichtsausdruck nach zu urteilen, würde der jetzt lieber das rohe Herz eines Hundes fressen als sich seiner anzunehmen. Cal wusste nicht, ob ihm pure Schadenfreude für den Hauch einer Sekunde ein Schmunzeln auf die Lippen trieb oder etwas anderes dahintersteckte. Ohne Einwand setzte er sich langsam in Bewegung, um sich dem Älteren nach ein paar Metern gegenüberzustellen; gegnerisch anmutend, nicht wie zwei Mitglieder derselben Mannschaft mit dem gleichen Ziel vor Augen.
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Kira
Zugegeben, es brauchte nicht viel, um das stetig schwelende Feuer in seiner Brust in einen alles verschlingenden Großbrand ausarten zu lassen, doch Callum setzte neue Maßstäbe. Seit ihrem ersten Aufeinandertreffen, bei dem der die Fahrertür seines Wagens mit einem hässlichen Kratzer versehen hatte, und zusätzlich mit einer so großspurigen Arroganz auftreten war, wie Yuri sie noch nie zuvor erlebt hatte, wusste der Schotte ziemlich sicher, dass er den Kerl nicht ausstehen konnte. Alles an ihm — seine Haltung, sein Gesicht, seine Stimme — wirkte wie Brandbeschleuniger, wie reines Benzin, das in großzügiger Achtlosigkeit ins Flammenmeer geschüttet wurde, bis es bald ganze Wälder gerodet hätte. Am Ende wäre dort nichts mehr, außer kahler, trockener Boden, auf dem kein Leben mehr gedeihen würde. Dafür, dass es so unangenehm heiß unter der Haut pochte, ließ sich Yuri seinen Ärger nach Außen hin kaum anmerken. Auf dem Platz, umgeben von seinem Team, wusste er sich zu beherrschen, immerhin hatte er eine Art Vorbildfunktion zu erfüllen, auf die nicht nur seine Mitspieler, sondern auch ihr Coach und der Rest der Belegschaft achtete. Von einem Arschloch wie Callum Fraser würde er sich darum nicht so leicht aus der Reserve locken lassen, auch wenn der es darauf anzulegen schien. Sein Nasen-Kommentar, der eine erneute Anspielung auf die zerkratzte Autotür sein sollte, perlte unbeachtet an Yuris glatter Miene ab. Wortlos nahm er den Ball an, den man ihm zupasste, und schoss ihn ein wenig kräftiger wieder zurück. Inzwischen hatten sich auch andere Zweier-Paare um sie herum gebildet, die sich gegenseitig die Bälle zu kickten.
„Wie wär’s, wenn du dir deine beschissenen Kommentare sparst, und dich mehr auf das Training konzentrierst.“ Ein weiterer Pass rollte in seine Richtung und dieses Mal erfolgte seine Antwort darauf wesentlich schneller. Coach Henderson wollte, dass er Callum schwitzen ließ? Schön, dann kam er dem doch gerne nach. Er verlagerte sein Gewicht leicht zur Seite, zielte absichtlich nicht exakt auf Callums Fuß, sondern ein ganzes Stück daneben, sodass der sich ein bisschen würde bewegen müssen, wenn er nicht wollte, dass ihm der Ball durch die Lappen ging. „One-Touch!“, blaffte er seinen Befehl, was so viel bedeutete, dass Callum keine normale Annahme machen, sondern den Ball direkt wieder zurückschicken sollte, sobald er ihn berührt hatte. „Ein bisschen mehr Tempo, Fraser!“ Irgendwo neben ihm schnaufte jemand belustigt auf. Oh man, hörte er wen anders sagen, doch er ignorierte es.
„Wie wär’s, wenn du dir deine beschissenen Kommentare sparst, und dich mehr auf das Training konzentrierst.“ Ein weiterer Pass rollte in seine Richtung und dieses Mal erfolgte seine Antwort darauf wesentlich schneller. Coach Henderson wollte, dass er Callum schwitzen ließ? Schön, dann kam er dem doch gerne nach. Er verlagerte sein Gewicht leicht zur Seite, zielte absichtlich nicht exakt auf Callums Fuß, sondern ein ganzes Stück daneben, sodass der sich ein bisschen würde bewegen müssen, wenn er nicht wollte, dass ihm der Ball durch die Lappen ging. „One-Touch!“, blaffte er seinen Befehl, was so viel bedeutete, dass Callum keine normale Annahme machen, sondern den Ball direkt wieder zurückschicken sollte, sobald er ihn berührt hatte. „Ein bisschen mehr Tempo, Fraser!“ Irgendwo neben ihm schnaufte jemand belustigt auf. Oh man, hörte er wen anders sagen, doch er ignorierte es.
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Fay
Vielleicht steckte ein Kalkül dahinter; die Absicht, Yuris Geduldsfaden so lange zu strapazieren, bis der Fußballer seine Contenance verlor und dem Jüngeren der Triumph sicher war, einen gewissen Einfluss auf ihn auszuüben. Viel wahrscheinlicher war allerdings, dass die Provokationen Cal aufgrund einer gegenseitigen Antipathie schlicht gehörigen Spaß bereiteten. Und solange sich die schlechte Chemie zwischen ihnen nicht bei den Turnieren bemerkbar machte, würde der Trainer wohl nicht mit einem Machtwort dem Ganzen ein Ende setzen. Sollten die anderen Wind davon bekommen, welche Wortgefechte die Luft schier zum Vibrieren brachten, hätte Cal die Rolle des Außenseiters zumindest bei ihnen endgültig inne. Schließlich mochte und respektierte man ihn nicht halb so sehr wie den Träger ihrer Kapitänsbinde. Indirekt beförderte sich der Neuzugang also selbst auf eine Art persönliche Reservebank.
Noch ein paar Pässe mehr und er wünschte sich womöglich, seinen strammen Hintern auf eine echte Sitzgelegenheit aus Holz sinken lassen zu dürfen. Selbst aus mehreren Metern Entfernung war Yuri die Entschlossenheit anzusehen, seinem Gegenüber physisch alles abzuverlangen und ihn so ganz ohne Gewalt endlich zum Schweigen zu bringen."Wieso? Fühlst du dich von Multitasking schnell überfordert?" , brachte er gerade noch über die Lippen, als die Schussrichtung mitsamt dem Kommando plötzlich mehr Körpereinsatz erforderte. Die Lippen aufeinander gepresst machte der Stürmer einen Satz zur Seite, um den Ball abzufangen und in einer einzigen Bewegung wieder auf die andere Seite zu befördern. Beim Tempo war noch Luft nach oben, doch das würde sich schon steigern, wenn das Leder erst wieder auf ihn zugeschossen kam. Ein Gutes hatte die strenge Herangehensweise Yuris; die Kälte war längst nicht mehr so präsent. Es brauchte vier schnelle Passfolgen, ehe das Frischfleisch patzte, indem es im falschen Winkel gegen das Runde trat und jenes in einem ungewollten Drall unsauber nach rechts wegdriftete. "Fuck. Nochmal." Verzogen sich Montfords Lippen gerade zu einem Grinsen? Er sah es nicht, machte sich lieber verärgert daran, den Ausreißer zurückzuholen, damit sie weitermachen konnten, wofür sie auch bezahlt wurden; Fußball spielen. Eins war klar, so ein Fauxpas durfte kein zweites Mal passieren, denn sonst war er es, der die Beherrschung über sich selbst verlor. Cals Blick streifte kurz des Russen Gesichtszüge, während er wieder Position bezog.
Noch ein paar Pässe mehr und er wünschte sich womöglich, seinen strammen Hintern auf eine echte Sitzgelegenheit aus Holz sinken lassen zu dürfen. Selbst aus mehreren Metern Entfernung war Yuri die Entschlossenheit anzusehen, seinem Gegenüber physisch alles abzuverlangen und ihn so ganz ohne Gewalt endlich zum Schweigen zu bringen.
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Kira
Yuri war viel zu stolz, um zuzugeben, dass er gefrustet war, denn das hätte bedeutet, klein beizugeben, einzulenken, zu akzeptieren, dass Callum ihm verdammt nochmal den letzten Nerv raubte mit seiner beschissenen, vorlauten Art, dem hochnäsigen Getue, als hätte er irgendein Recht dazu, sich mit dummen Sprüchen und Kommentaren aufzuplustern, als wäre all das hier nur ein dummer, kleiner Zeitvertreib. Mit einer knappen Bewegung strich Yuri sich die losen Strähnen aus der Stirn, die ihm beim letzten Schuss ins Gesicht gefallen waren, und registrierte mit einer süß-klebrigen Zufriedenheit, wie Callum nach einem weiteren Ballwechsel aus dem Takt geriet und den Pass unsauber spielte. Ein Fehler, klein genug, um ihn herunterzuspielen, groß genug, um ihn auszukosten. „Ich glaube, ich bin nicht derjenige mit dem Multitasking-Problem“, gab Yuri trocken zurück, während er das verräterische Zucken seiner Mundwinkel unter Kontrolle hielt und beobachtete, wie der Stürmer dem Ball hinterherlief — ganz vorbildlich, wie ein abgerichteter Hund. Ob der wohl auch noch ein paar andere Kunststücke auf Lager hatte? „Sicher, dass du keine Pause brauchst?“ Das war sicher kein gut gemeinter Rat, und schon gar keine Fürsorge, die da in seiner Stimme mitschwang, sondern reine Herausforderung und Provokation, die seine Worte benetzte wie Säure. „Bist ja nach vier Ballwechseln schon ganz aus dem Konzept.“ Er war so gnädig, diesen einen Satz nicht zu laut heraus zu posaunen; am Ende stand Callum noch schlecht vor ihrem Team und dem Trainer da, naja, noch schlechter. Letzteren warf Yuri einen flüchtigen Blick zu, sich fragend, wie lange er Callum an diesem Tag wohl würde bespaßen müssen, bis sich ihre Wege wieder trennten. Er war schließlich nicht sein Babysitter.
Als der Ball erneut zu ihm zurückrollte, entschied er sich gegen den direkten Pass. Stattdessen stellte er den Fuß auf das Leder, hielt es zwischen Stollen und Rasen an Ort und Stelle, und beugte sich hinunter, um die Schnürsenkel seines Schuhs nachzuziehen, sorgfältig, fast pedantisch. Er ließ sich Zeit, zupfte, prüfte, zog fester, als hinge das gesamte Training von diesem einen Knoten ab, und stellte sich mit einem Anflug amüsierter Bosheit vor, wie sich in Callum langsam Ungeduld sammelte, besonders nach diesem kleinen Ausrutscher eben. Ein Kratzen am Ego konnte verdammt unangenehm sein. Musste ihn ziemlich nerven. In diesem Gefühl durfte der Spieler mit der Nummer 9 gerne noch ein wenig schwimmen, würde vielleicht sogar darin ertrinken, wenn er ihn nur lange genug hinhielt.
Fast süffisant war der Ausdruck in seinem Blick, als er sich wieder aufrichtete, dabei probehalber mit der Spitze seines rechten Schuhs auf den Rasen klopfte und schließlich den Ball wieder in Position brachte. Er holte aus, bevor die Innenseite seines Fußes jedoch Kontakt mit dem Leder herstellte, hielt er inne, verzögerte den Schuss dadurch gewollt und trat dann präzise zu. Andeutungen gehörten zum Spiel, auf dem Platz wie außerhalb davon, und wer mithalten wollte, musste lernen, mit ihnen zu rechnen, das hatten ihm seine Trainer jedenfalls ein Leben lang vorgepredigt, wie das Ave Maria.
Als der Ball erneut zu ihm zurückrollte, entschied er sich gegen den direkten Pass. Stattdessen stellte er den Fuß auf das Leder, hielt es zwischen Stollen und Rasen an Ort und Stelle, und beugte sich hinunter, um die Schnürsenkel seines Schuhs nachzuziehen, sorgfältig, fast pedantisch. Er ließ sich Zeit, zupfte, prüfte, zog fester, als hinge das gesamte Training von diesem einen Knoten ab, und stellte sich mit einem Anflug amüsierter Bosheit vor, wie sich in Callum langsam Ungeduld sammelte, besonders nach diesem kleinen Ausrutscher eben. Ein Kratzen am Ego konnte verdammt unangenehm sein. Musste ihn ziemlich nerven. In diesem Gefühl durfte der Spieler mit der Nummer 9 gerne noch ein wenig schwimmen, würde vielleicht sogar darin ertrinken, wenn er ihn nur lange genug hinhielt.
Fast süffisant war der Ausdruck in seinem Blick, als er sich wieder aufrichtete, dabei probehalber mit der Spitze seines rechten Schuhs auf den Rasen klopfte und schließlich den Ball wieder in Position brachte. Er holte aus, bevor die Innenseite seines Fußes jedoch Kontakt mit dem Leder herstellte, hielt er inne, verzögerte den Schuss dadurch gewollt und trat dann präzise zu. Andeutungen gehörten zum Spiel, auf dem Platz wie außerhalb davon, und wer mithalten wollte, musste lernen, mit ihnen zu rechnen, das hatten ihm seine Trainer jedenfalls ein Leben lang vorgepredigt, wie das Ave Maria.
