Come on, turn the lights off
'cause it's getting late [private Szene & feste Postreihenfolge]
Charaktere
Datum
18.02.2024
Tageszeit
nachts
Ort
Sneaky Pete's Nachtclub
4 Posts
2 Scenes
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Kira
Wie ein überlauter Herzschlag wummert ihm der Bass in den Ohren, vibriert bis in die Knochen, presst sich gegen seine Lungen — und macht es verdammt nochmal unmöglich, sich vernünftig zu unterhalten. Yuri ist kein Freund von diesen Veranstaltungen; von Parties, die bis in die frühen Morgenstunden andauern, solange bis auch die letzten Besucher ihren Drogenrausch auf der Tanzfläche zwischen all den anderen halbnackten Leibern ausgeschwitzt oder sich das Hirn auf einer der versiften Toiletten raus gevögelt haben. Er weiß wie das läuft, hat beides schon mitgemacht und beides für Scheiße befunden. Jetzt steht er am Rand der Tanzfläche, kippt den Rest seiner Bacardi-Cola in einem Zug runter und macht eine Geste, die Dean zu verstehen geben soll, dass er einen Abstecher nach draußen unternehmen wird. Der hat genug von Nebelmaschinen verpestete Luft eingeatmet. Auf Deans Nicken hin, drückt er seinem Kumpel sein leeres Glas in die Hand, kann den Pfand gerne behalten, wenn der sich Nachschub an der Bar holen geht. Wer zum Teufel feiert seinen Geburtstag an so einem Ort?
Yuri schlängelt sich an sich windenden Körpern vorbei, immer darauf bedacht, den direkten Körperkontakt dabei so gering wie möglich zu halten, hat damit allerdings nur mäßigen Erfolg. Könnt’ ja auch ‘nen Irischen machen und einfach verschwinden, der Rest seiner Truppe würd das vermutlich gar nicht bemerken, wenn die weiter so viel trinken und schnupfen. Nach einem kurzen Stop an der Garderobe, schiebt er sich hinaus ins Freie, genießt die kühle Luft, die sich an seine erhitzte Haut schmiegt und den ekelhaften Dunst aus seinen Atemwegen spült. Es ist frisch, sicherlich liegen die Temperaturen gerade nur knapp über der Null-Grad-Marke, doch Yuri stört das nicht, ganz im Gegenteil. Er schließt die dunkle Lederjacke bis zum Kragen, lehnt sich ein Stück neben der Tür, die zurück in den Club führt, an die blassen Backsteine und lässt die Hände in die Taschen wandern. Als nächstes zieht er eine fast leere Schachtel Zigaretten heraus, klemmt sich eine davon zwischen die Lippen und versucht sein Feuerzeug in Gang zu bringen — erfolglos. Missmutig starrt er das Ding an, dann lässt er suchend den Blick über die anderen Anwesenden schweifen, die, wie er, hier draußen akklimatisieren wollen. Dabei bleibt er an einem bekannten Gesicht hängen: blonde Haare, braune Augen, umgeben von einer Aura, die Ex-Freundin schreit.
„Yo, Ash.“ Unaufgeregt zieht er die Zigarette wieder zwischen den Lippen hervor, als er den Abstand zu ihr überwindet und ihr ein müdes Zucken der Mundwinkel schenkt; mehr als das bringt er aktuell nicht zustande. Er ist erschöpft und genervt; möchte eigentlich viel lieber Zuhause sein und — ja, was eigentlich? Was würde er stattdessen tun, außer auf der Couch vor dem Fernseher liegen und sich irgendeine Dokumentation auf dem Historie-Channel ansehen. Gab’s da nicht heute Abend etwas über Neandertaler? „Was machst du denn hier? Das ist doch gar nicht dein Szene.“ Seine Augenbrauen wandern in die Höhe, gepaart mit dem müden Blick wirkt das ziemlich skeptisch. „Bist du allein hier?“
Yuri schlängelt sich an sich windenden Körpern vorbei, immer darauf bedacht, den direkten Körperkontakt dabei so gering wie möglich zu halten, hat damit allerdings nur mäßigen Erfolg. Könnt’ ja auch ‘nen Irischen machen und einfach verschwinden, der Rest seiner Truppe würd das vermutlich gar nicht bemerken, wenn die weiter so viel trinken und schnupfen. Nach einem kurzen Stop an der Garderobe, schiebt er sich hinaus ins Freie, genießt die kühle Luft, die sich an seine erhitzte Haut schmiegt und den ekelhaften Dunst aus seinen Atemwegen spült. Es ist frisch, sicherlich liegen die Temperaturen gerade nur knapp über der Null-Grad-Marke, doch Yuri stört das nicht, ganz im Gegenteil. Er schließt die dunkle Lederjacke bis zum Kragen, lehnt sich ein Stück neben der Tür, die zurück in den Club führt, an die blassen Backsteine und lässt die Hände in die Taschen wandern. Als nächstes zieht er eine fast leere Schachtel Zigaretten heraus, klemmt sich eine davon zwischen die Lippen und versucht sein Feuerzeug in Gang zu bringen — erfolglos. Missmutig starrt er das Ding an, dann lässt er suchend den Blick über die anderen Anwesenden schweifen, die, wie er, hier draußen akklimatisieren wollen. Dabei bleibt er an einem bekannten Gesicht hängen: blonde Haare, braune Augen, umgeben von einer Aura, die Ex-Freundin schreit.
„Yo, Ash.“ Unaufgeregt zieht er die Zigarette wieder zwischen den Lippen hervor, als er den Abstand zu ihr überwindet und ihr ein müdes Zucken der Mundwinkel schenkt; mehr als das bringt er aktuell nicht zustande. Er ist erschöpft und genervt; möchte eigentlich viel lieber Zuhause sein und — ja, was eigentlich? Was würde er stattdessen tun, außer auf der Couch vor dem Fernseher liegen und sich irgendeine Dokumentation auf dem Historie-Channel ansehen. Gab’s da nicht heute Abend etwas über Neandertaler? „Was machst du denn hier? Das ist doch gar nicht dein Szene.“ Seine Augenbrauen wandern in die Höhe, gepaart mit dem müden Blick wirkt das ziemlich skeptisch. „Bist du allein hier?“
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Elli
Aisling bereut es, heute Abend hergekommen zu sein. Aisling bereut in letzter Zeit so einiges, aber das hier, das ist wohl der absolute Höhepunkt. Sie sollte mit einer Flasche Wein auf dem Sofa sitzen, oder an Reads Küchentisch. Sie sollte im Kino sitzen und einen Film sehen, in einer Sprache, die sie nicht spricht und in dem sie trotzdem alles versteht. Sie sollte einen Spaziergang machen, durch die kalte Winterluft, Edgars Schal um ihre Schultern gelegt, den dieser wohl wissentlich, dass Aisling immer friert, mitgenommen hat. Aber Edgar ist nicht da und Aisling hat kein Glas Wein in der Hand, sondern eine Flasche Bier und ist auch nicht im Kino, sondern in einem Nachtclub. Einem gottverdammten Nachtclub.
Sie muss sich in einem Zustand kurzer geistiger Umnachtung befunden haben, als sie auf die Nachfrage einiger Freundinnen, ob sie nicht mit ihnen feiern gehen will, zugesagt hat. Kein Wunder, seit Wochen tut sie kaum etwas anderes als Schlafen (viel), Arbeiten (noch mehr), Essen (eindeutig zu wenig) und jeder Laune ihrer Freunde nachgehen (viel zu häufig). Bloß immer beschäftigt sein, bloß nicht zu viel nachdenken und bloß jede Lücke in ihrem Kalender stopfen. Und wie, so hatten ihre Freundinnen sie beschworen, konnte man besser seine Sorgen vergessen als ein paar Stunden zu stampfenden Bässen durchzutanzen? Also natürlich ist sie mit Feiern gegangen, obwohl sie diese Art von Partys nicht mag. Selbst während ihrer Studienzeit war sie nie durch die Clubs gezogen. Durch die Bars, vielleicht, und von Hausparty zu Hausparty, aber Nachtclubs? Wirklich nicht ihr Ding.
Klar. Sie mag es, sich aufzubrezeln und findet, dass sie heute Abend wirklich umwerfend aussieht. Dass ihr ein paar der anderen Clubgänger auch schon sehr direkt mitgeteilt haben, ist nur ein kleines Trostpflaster für ihr angekratztes Ego. Doch sie hasst das Gefühl, wie ihr Haar mittlerweile im Gesicht klebt, dass ihre Mascara verschmiert ist und nicht nur sie, sondern auch alle anderen um sie herum furchtbar schwitzen. Sie hasst die Blicke, die ihr die Männer, die nicht Edgar sind, zuwerfen. Sie hasst, wie nicht nur sie selbst, sondern auch alle um sie herum zu schwitzen beginnen und die Luft von Minute zu Minute stickiger wird. Wie sich die stickige Luft in ihren Lungen festsetzt und ihr das Atmen schwer macht. Denn nur daran kann die Ursache liegen für dieses bleierne Gefühl in ihrer Brust, das sich nicht einmal nach ein, zwei Vodka-Os zu lockern beginnt.
Aisling wirft einer Freundin ein Lächeln zu, merkt, wie falsch es sich anfühlt und wie ihr statt eines Lachens nur ein halb erstickter Laut über die Lippen kommt. Sie weiß, dass es, wenn sie es weiter mit Lächeln versucht, nicht bei halb erstickten Lauten bleiben wird, hat in den letzten Wochen zu oft und zu lange versucht, sich zusammen zu reißen und so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Sie muss hier raus, an die Luft, die braucht Luft und Temperaturen, die nicht an die klimatischen Bedingungen eines Tropenhauses erinnern. Also reißt sie sich von ihren Freundinnen los, murmelt etwas von 'Nase pudern', biegt dann aber vor den Toiletten ab und folgt jenen nach draußen, die es weniger auf frische Luft abgesehen haben als es vielmehr nicht mehr als eine halbe Stunde ohne ihre Dosis Nikotin aushalten können.
Hier draußen, eng in ihren Mantel gewickelt, muss sie schließlich doch lachen. Es ist nur ein kurzes, bitteres Lachen, weil es nicht weniger verzweifelt ist, auf der Tanzfläche zu heulen, als ganz allein ganz ohne Zigarette vor der Tür eines Clubs zu stehen und auf seine eigenen Fußspitzen zu starren, um eben nicht gleich loszuheulen. Sie schließt die Augen, lehnt den Kopf zurück an die kühle Wand und macht sich für einen Augenblick keine Gedanken darüber, was ihr danach alles im Haar kleben könnte. Einatmen - ausatmen. Einatmen - ausatmen.
Das funktioniert gut. Bis eine Stimme neben ihr ertönt, eine ihr recht vertraute Stimme. Aisling schlägt die Augen auf … und lacht erneut. "Yuri", ausgerechnet Yuri. Da denkt man an den einen Ex, da materialisiert sich ein anderer vor einem. Immerhin ist's er und keiner von jenen, die eine diebische Freude daran hätten, Aisling leiden zu sehen.
Bei jedem anderen hätte sie ein Bist du allein hier für einen plumpen Anmachspruch gehalten, aber über die Phase waren sie zum Glück hinaus.
"Ich bin … moralische Unterstützung", antwortet sie, doch ihr schiefes Lächeln macht mehr als nur klar, dass eher sie es ist, die die moralische Unterstützung braucht. "Ich schätze, du bist auch nicht ganz freiwillig hier?"
Sie zieht den Mantel etwas enger um sich, ärgert sich für einen Moment darüber, dass sie ihn bestimmt in die Reinigung bringen muss, so verschwitzt, wie sie ist. Dann lässt sie den Blick wandern, sieht ein bisschen neidisch auf die anderen Rauchenden und dann auf Yuris eigene Zigarette.
"Leihst du mir eine?"
Nicht, dass er je tatsächlich eine zurück bekommen würde. Aisling raucht nicht. Aber Aisling geht eigentlich auch nicht in Nachtclubs.
Sie muss sich in einem Zustand kurzer geistiger Umnachtung befunden haben, als sie auf die Nachfrage einiger Freundinnen, ob sie nicht mit ihnen feiern gehen will, zugesagt hat. Kein Wunder, seit Wochen tut sie kaum etwas anderes als Schlafen (viel), Arbeiten (noch mehr), Essen (eindeutig zu wenig) und jeder Laune ihrer Freunde nachgehen (viel zu häufig). Bloß immer beschäftigt sein, bloß nicht zu viel nachdenken und bloß jede Lücke in ihrem Kalender stopfen. Und wie, so hatten ihre Freundinnen sie beschworen, konnte man besser seine Sorgen vergessen als ein paar Stunden zu stampfenden Bässen durchzutanzen? Also natürlich ist sie mit Feiern gegangen, obwohl sie diese Art von Partys nicht mag. Selbst während ihrer Studienzeit war sie nie durch die Clubs gezogen. Durch die Bars, vielleicht, und von Hausparty zu Hausparty, aber Nachtclubs? Wirklich nicht ihr Ding.
Klar. Sie mag es, sich aufzubrezeln und findet, dass sie heute Abend wirklich umwerfend aussieht. Dass ihr ein paar der anderen Clubgänger auch schon sehr direkt mitgeteilt haben, ist nur ein kleines Trostpflaster für ihr angekratztes Ego. Doch sie hasst das Gefühl, wie ihr Haar mittlerweile im Gesicht klebt, dass ihre Mascara verschmiert ist und nicht nur sie, sondern auch alle anderen um sie herum furchtbar schwitzen. Sie hasst die Blicke, die ihr die Männer, die nicht Edgar sind, zuwerfen. Sie hasst, wie nicht nur sie selbst, sondern auch alle um sie herum zu schwitzen beginnen und die Luft von Minute zu Minute stickiger wird. Wie sich die stickige Luft in ihren Lungen festsetzt und ihr das Atmen schwer macht. Denn nur daran kann die Ursache liegen für dieses bleierne Gefühl in ihrer Brust, das sich nicht einmal nach ein, zwei Vodka-Os zu lockern beginnt.
Aisling wirft einer Freundin ein Lächeln zu, merkt, wie falsch es sich anfühlt und wie ihr statt eines Lachens nur ein halb erstickter Laut über die Lippen kommt. Sie weiß, dass es, wenn sie es weiter mit Lächeln versucht, nicht bei halb erstickten Lauten bleiben wird, hat in den letzten Wochen zu oft und zu lange versucht, sich zusammen zu reißen und so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Sie muss hier raus, an die Luft, die braucht Luft und Temperaturen, die nicht an die klimatischen Bedingungen eines Tropenhauses erinnern. Also reißt sie sich von ihren Freundinnen los, murmelt etwas von 'Nase pudern', biegt dann aber vor den Toiletten ab und folgt jenen nach draußen, die es weniger auf frische Luft abgesehen haben als es vielmehr nicht mehr als eine halbe Stunde ohne ihre Dosis Nikotin aushalten können.
Hier draußen, eng in ihren Mantel gewickelt, muss sie schließlich doch lachen. Es ist nur ein kurzes, bitteres Lachen, weil es nicht weniger verzweifelt ist, auf der Tanzfläche zu heulen, als ganz allein ganz ohne Zigarette vor der Tür eines Clubs zu stehen und auf seine eigenen Fußspitzen zu starren, um eben nicht gleich loszuheulen. Sie schließt die Augen, lehnt den Kopf zurück an die kühle Wand und macht sich für einen Augenblick keine Gedanken darüber, was ihr danach alles im Haar kleben könnte. Einatmen - ausatmen. Einatmen - ausatmen.
Das funktioniert gut. Bis eine Stimme neben ihr ertönt, eine ihr recht vertraute Stimme. Aisling schlägt die Augen auf … und lacht erneut. "Yuri", ausgerechnet Yuri. Da denkt man an den einen Ex, da materialisiert sich ein anderer vor einem. Immerhin ist's er und keiner von jenen, die eine diebische Freude daran hätten, Aisling leiden zu sehen.
Bei jedem anderen hätte sie ein Bist du allein hier für einen plumpen Anmachspruch gehalten, aber über die Phase waren sie zum Glück hinaus.
"Ich bin … moralische Unterstützung", antwortet sie, doch ihr schiefes Lächeln macht mehr als nur klar, dass eher sie es ist, die die moralische Unterstützung braucht. "Ich schätze, du bist auch nicht ganz freiwillig hier?"
Sie zieht den Mantel etwas enger um sich, ärgert sich für einen Moment darüber, dass sie ihn bestimmt in die Reinigung bringen muss, so verschwitzt, wie sie ist. Dann lässt sie den Blick wandern, sieht ein bisschen neidisch auf die anderen Rauchenden und dann auf Yuris eigene Zigarette.
"Leihst du mir eine?"
Nicht, dass er je tatsächlich eine zurück bekommen würde. Aisling raucht nicht. Aber Aisling geht eigentlich auch nicht in Nachtclubs.
