Herzlich willkommen in Großbritannien!
Das aufregende Großstadtleben in London oder doch lieber die idyllische Hügellandschaft der Cotswolds? Vielleicht studierst du an der renommierten Universität von Oxford? Oder zieht es dich eher in den Norden, wo Edinburgh und die Highlands auf dich warten? Vielleicht schlägt dein Herz für das Landleben, während du dich gleichzeitig nach Meer und Wellenreiten sehnst? In diesem Fall bist du auf der Gower-Halbinsel in Wales genau richtig.
SHORTFACTS
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One Breathless Moment
[private Szene & feste Postreihenfolge]
Charaktere
Datum
03.02.2024
Tageszeit
Vormittags
Ort
Fern & Flower
20 Jahre
Verkäufer
Single (bi)
konfessionslos
1 Posts
1 Scenes
offline
Cap
03.02.2024, Vormittags
Fern & Flower
Es war vormittags. Nicht viele Kunden kamen um diese Zeit, weswegen er die Zeit dazwischen nutzte um entweder Blumensträuße neu zu ordnen, oder Saja etwas zu erziehen. Das war eigentlich auch schön. Zwar freute er sich über jeden Kunden, aber Andrang war für ihn auch immer eher schwierig, da langes Sprechen anstrengend war, vor allem das Schlucken. Früher als Kind und Jugendlicher hatte er sich nie Gedanken drum gemacht, wie anstrengend solch eine banale, unbewusste Handlung sein konnte, wenn es eben kein Reflex mehr war. Heutzutage zögerte er jedes Schlucken so weit wie möglich raus, weil sich sein Hals dann immer unangenehm zusammenkrampfte. Saja jagte gerade ihrem grünen Ball hinterher. Sie verstand noch nicht so gut, dass sie hier nichts umwerfen durfte - aber er hatte sie ja auch erst knapp eine Woche. Sie war ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk gewesen. Er warf einen Blick auf das Buch an der Theke, in dem die Bestellungen vermerkt waren. Seine Tante übernahm die Lieferungen immer selbst – er konnte das ja schlecht machen, da er zum einen keinen Führerschein hatte und sich zum anderen auch recht unwohl im Kundenkontakt fühlte. Hier im Laden ging das, weil da meistens die Theke zwischen ihnen war und es viele Stammkunden gab, die sich nicht (mehr) an seiner Stimme störten. Das hatte ihn selbst auch etliche Therapiestunden gekostet, um sich zu überwinden, den direkt Kundenkontakt nicht zu vermeiden. Er konnte ja nicht ändern, was passiert war. Das zu verarbeiten...dauerte aber immer noch an. Ganz egal wie viel Zeit seitdem vergangen war. Er hatte immer noch daran zu knabbern.

Er war so vertieft, dass er die Türglocke und Sajas erschrockenes Bellen zu spät hörte. Offenbar war der Ball zwischen die Beine eines Kunden gerollt und Saja hatte nicht mehr rechtzeitig bremsen können. Zwar war sie noch ein Welpe, aber mit genügend Schwung würde man das dennoch spüren. Nicht, dass es irgendwelche Auswirkungen hätte, außer einem Schubs, aber genau deswegen sollte Saja ja in Zukunft immer auf ihrer Decke liegen. Wenn Kunden da waren, hatte sie nicht hier rum zu laufen.

“illo wa. Saja“ er wollte sie auf koreanisch trainieren, da er zwar englisch konnte, aber es war eben nicht seine Muttersprache. Es ging nicht so leicht über seine Zunge. Seine raue Stimme nahm nicht viel Raum ein, war auch nicht so laut wie früher. Aber da es ansonsten eher still im Laden war, würde sie ihn sicher hören. SO groß war der Shop ja auch nicht. Um ihr entgegen zu kommen, kam er hinter der Theke hervor und trat um den Ständer herum, stockte aber, als er sich einem jungen Koreaner gegenüber sah. Blondierte Haare, ein eher feminines Gesicht, das vage Erinnerungen hervorrief.

“Kann ich ihnen helfen?“ durchbrach er die Stille, hob die Hand. Massierte seinen Hals ein wenig und räusperte sich um das leichte Kratzen los zu werden. Er kannte das schon zur Genüge. Hatte gelernt, damit zu leben. Weil ihm ja doch nichts anderes übrig blieb. Aber er kam zurecht. Das Leben ging schließlich weiter.
20 Jahre
Student [Medicine MBBS] & Content Creator
Ledig (Demi-Pansexuell)
Konfessionslos
1 Posts
0 Scenes
online
Lu
03.02.2024, Vormittags
Fern & Flower
Durchatmen; sich eine Pause gönnen. Etwas, das Taemin viel zu selten tat und doch brauchte er es heute, brauchte den Abstand zu seiner Arbeit als Content Creator und zu seinem Studium, seit die Lehrveranstaltungen im neuen Semester nun schon knapp zwei Wochen wieder liefen. Nicht, dass er nicht mochte, was er tat, allerdings merkte er oft erst, dass er seine mentalen Kapazitäten ausgereizt hatte, wenn die Grenze schon längst überschritten war, sodass ein kleiner Reset nötig wurde. Seine Gedanken schienen an diesem Tag ohnehin weit in der Ferne zu liegen, in einer Vergangenheit, die er sehnlichst vermisste. Den Geburtstag seines einstigen besten Freundes hatte er nämlich nie vergessen. Der dritte Februar. Ein Datum, das sich schon vor Jahren in seinen Kopf gebrannt hatte, bloß konnte er sich selbst kaum mehr an das jugendliche Gesicht von Yongmin erinnern, weswegen es beinahe... ironisch wirkte, dass er noch immer so sehr an seinem Geburtstag hing. Wie er wohl mittlerweile als Erwachsener aussah? Eine Frage, auf die er vermutlich nie eine zufriedenstellende Antwort bekommen würde, weshalb er die Tür von Fern & Flower mit einem leisen Seufzen aufschob und mit herabgesenktem Blick in den unbekannten Blumenladen eintrat, den er nur aufgesucht hatte, weil sein Stammflorist inmitten eines Umbaus steckte. Der Yang kam nicht gut mit dem Unbekannten zurecht, versank dafür viel zu leicht in der eigenen Introvertiertheit, gleichwohl erheiterte der Fakt, dass augenblicklich ein grüner Ball mitsamt Fellknäul in seine Beine krachte, das eigene Gemüt. Zwar stolperte er deshalb auch einen Schritt zurück, trotzdem bückte er sich mit leichtem Lächeln, um den Ball zwischen seinen Füßen aufzuheben und sanft in die Richtung des erschrockenen Welpen zu rollen. Dabei brauchte er einen Moment, um die raue Stimme des Mannes, der sich neben ihm und dem Hund im Laden befand, zu vernehmen und zu registrieren, dass er nicht Englisch, sondern Koreanisch zu dem Tier sprach, was er nicht so oft zu hören bekam.

Taemin richtete sich daher erstaunt auf und wandte sich körperlich zu der Stelle, von der aus er die Worte vernommen hatte. Sein Blick blieb sofort an dem Größeren hängen. Schwarze Haare. Ein gut gebauter Körper. Irgendwie etwas Bekanntes. "Ähm", brachte der Student aus diesem Grund verwirrt über die Lippen, als er gefragt wurde, ob man ihm helfen könnte, ehe er den Kopf ein wenig weiter in den Nacken legte, um dem augenscheinlich ebenfalls gebürtigen Koreaner direkter ins Gesicht blicken zu können. Ihre Augen kreuzten sich; Erinnerungen kämpften sich an die Oberfläche. Plötzlich merkte Taemin, wie sein Atem stockte und das eigene Herz wie wild in der Luft pochte. "... Yongmin?", flüsterte er anschließend ungläubig. Konnte es sein? Der Yang war sich fast schon sicher, dass vielmehr sein eigenes Wunschdenken gesprochen hatte, denn weder stimmten Stimmlage noch Größe des anderen, gleichwohl waren da diese weichen Gesichtszüge, die ihm sofort ein geborgenes Gefühl und Vertrautheit vermittelt hatten. Gab es solche Zufälle überhaupt im Leben? Der 20-Jährige beobachtete wie in Trance die Fingerbewegungen des Schwarzhaarigen, der sich sein Hals massierte und sich räusperte. Es war offensichtlich, dass etwas Unnatürliches mit seiner Stimme geschehen war, jedoch hätte es Taemin in diesem Moment nicht weniger kümmern können. Stattdessen meinte er voller Hoffnung und Ahnungslosigkeit: "생일축하해요!"¹ Denn ja, der Blonde wusste kaum, was er sonst sagen sollte, wusste nicht, ob er hier überhaupt Yongmin vor sich hatte und versuchte zumindest, mit diesem einen Satz zu prüfen, dass er nicht halluzinierte. Sechs Jahre hatten sie sich schon nicht mehr gesehen. Sechs Jahre, in denen so viel passiert war. Yang rieb sich selbst mit dem Handrücken nervös über die Augen und blinzelte, als könnte er nicht glauben, dass sein gegenüber sich nicht einfach wieder in Luft auflöste. Vielleicht hatte er nun auch einfach vollkommen den Verstand verloren, Taemin war sich kaum mehr sicher, was er glauben sollte.

¹ "saeng-il chugha haeyo!" - "Alles Gute zum Geburtstag!"