One Breathless Moment
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Es war vormittags. Nicht viele Kunden kamen um diese Zeit, weswegen er die Zeit dazwischen nutzte um entweder Blumensträuße neu zu ordnen, oder Saja etwas zu erziehen. Das war eigentlich auch schön. Zwar freute er sich über jeden Kunden, aber Andrang war für ihn auch immer eher schwierig, da langes Sprechen anstrengend war, vor allem das Schlucken. Früher als Kind und Jugendlicher hatte er sich nie Gedanken drum gemacht, wie anstrengend solch eine banale, unbewusste Handlung sein konnte, wenn es eben kein Reflex mehr war. Heutzutage zögerte er jedes Schlucken so weit wie möglich raus, weil sich sein Hals dann immer unangenehm zusammenkrampfte. Saja jagte gerade ihrem grünen Ball hinterher. Sie verstand noch nicht so gut, dass sie hier nichts umwerfen durfte - aber er hatte sie ja auch erst knapp eine Woche. Sie war ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk gewesen. Er warf einen Blick auf das Buch an der Theke, in dem die Bestellungen vermerkt waren. Seine Tante übernahm die Lieferungen immer selbst – er konnte das ja schlecht machen, da er zum einen keinen Führerschein hatte und sich zum anderen auch recht unwohl im Kundenkontakt fühlte. Hier im Laden ging das, weil da meistens die Theke zwischen ihnen war und es viele Stammkunden gab, die sich nicht (mehr) an seiner Stimme störten. Das hatte ihn selbst auch etliche Therapiestunden gekostet, um sich zu überwinden, den direkt Kundenkontakt nicht zu vermeiden. Er konnte ja nicht ändern, was passiert war. Das zu verarbeiten...dauerte aber immer noch an. Ganz egal wie viel Zeit seitdem vergangen war. Er hatte immer noch daran zu knabbern.
Er war so vertieft, dass er die Türglocke und Sajas erschrockenes Bellen zu spät hörte. Offenbar war der Ball zwischen die Beine eines Kunden gerollt und Saja hatte nicht mehr rechtzeitig bremsen können. Zwar war sie noch ein Welpe, aber mit genügend Schwung würde man das dennoch spüren. Nicht, dass es irgendwelche Auswirkungen hätte, außer einem Schubs, aber genau deswegen sollte Saja ja in Zukunft immer auf ihrer Decke liegen. Wenn Kunden da waren, hatte sie nicht hier rum zu laufen.
“illo wa. Saja“ er wollte sie auf koreanisch trainieren, da er zwar englisch konnte, aber es war eben nicht seine Muttersprache. Es ging nicht so leicht über seine Zunge. Seine raue Stimme nahm nicht viel Raum ein, war auch nicht so laut wie früher. Aber da es ansonsten eher still im Laden war, würde sie ihn sicher hören. SO groß war der Shop ja auch nicht. Um ihr entgegen zu kommen, kam er hinter der Theke hervor und trat um den Ständer herum, stockte aber, als er sich einem jungen Koreaner gegenüber sah. Blondierte Haare, ein eher feminines Gesicht, das vage Erinnerungen hervorrief.
“Kann ich ihnen helfen?“ durchbrach er die Stille, hob die Hand. Massierte seinen Hals ein wenig und räusperte sich um das leichte Kratzen los zu werden. Er kannte das schon zur Genüge. Hatte gelernt, damit zu leben. Weil ihm ja doch nichts anderes übrig blieb. Aber er kam zurecht. Das Leben ging schließlich weiter.
Er war so vertieft, dass er die Türglocke und Sajas erschrockenes Bellen zu spät hörte. Offenbar war der Ball zwischen die Beine eines Kunden gerollt und Saja hatte nicht mehr rechtzeitig bremsen können. Zwar war sie noch ein Welpe, aber mit genügend Schwung würde man das dennoch spüren. Nicht, dass es irgendwelche Auswirkungen hätte, außer einem Schubs, aber genau deswegen sollte Saja ja in Zukunft immer auf ihrer Decke liegen. Wenn Kunden da waren, hatte sie nicht hier rum zu laufen.
“illo wa. Saja“ er wollte sie auf koreanisch trainieren, da er zwar englisch konnte, aber es war eben nicht seine Muttersprache. Es ging nicht so leicht über seine Zunge. Seine raue Stimme nahm nicht viel Raum ein, war auch nicht so laut wie früher. Aber da es ansonsten eher still im Laden war, würde sie ihn sicher hören. SO groß war der Shop ja auch nicht. Um ihr entgegen zu kommen, kam er hinter der Theke hervor und trat um den Ständer herum, stockte aber, als er sich einem jungen Koreaner gegenüber sah. Blondierte Haare, ein eher feminines Gesicht, das vage Erinnerungen hervorrief.
“Kann ich ihnen helfen?“ durchbrach er die Stille, hob die Hand. Massierte seinen Hals ein wenig und räusperte sich um das leichte Kratzen los zu werden. Er kannte das schon zur Genüge. Hatte gelernt, damit zu leben. Weil ihm ja doch nichts anderes übrig blieb. Aber er kam zurecht. Das Leben ging schließlich weiter.
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Lu
Durchatmen; sich eine Pause gönnen. Etwas, das Taemin viel zu selten tat und doch brauchte er es heute, brauchte den Abstand zu seiner Arbeit als Content Creator und zu seinem Studium, seit die Lehrveranstaltungen im neuen Semester nun schon knapp zwei Wochen wieder liefen. Nicht, dass er nicht mochte, was er tat, allerdings merkte er oft erst, dass er seine mentalen Kapazitäten ausgereizt hatte, wenn die Grenze schon längst überschritten war, sodass ein kleiner Reset nötig wurde. Seine Gedanken schienen an diesem Tag ohnehin weit in der Ferne zu liegen, in einer Vergangenheit, die er sehnlichst vermisste. Den Geburtstag seines einstigen besten Freundes hatte er nämlich nie vergessen. Der dritte Februar. Ein Datum, das sich schon vor Jahren in seinen Kopf gebrannt hatte, bloß konnte er sich selbst kaum mehr an das jugendliche Gesicht von Yongmin erinnern, weswegen es beinahe... ironisch wirkte, dass er noch immer so sehr an seinem Geburtstag hing. Wie er wohl mittlerweile als Erwachsener aussah? Eine Frage, auf die er vermutlich nie eine zufriedenstellende Antwort bekommen würde, weshalb er die Tür von Fern & Flower mit einem leisen Seufzen aufschob und mit herabgesenktem Blick in den unbekannten Blumenladen eintrat, den er nur aufgesucht hatte, weil sein Stammflorist inmitten eines Umbaus steckte. Der Yang kam nicht gut mit dem Unbekannten zurecht, versank dafür viel zu leicht in der eigenen Introvertiertheit, gleichwohl erheiterte der Fakt, dass augenblicklich ein grüner Ball mitsamt Fellknäul in seine Beine krachte, das eigene Gemüt. Zwar stolperte er deshalb auch einen Schritt zurück, trotzdem bückte er sich mit leichtem Lächeln, um den Ball zwischen seinen Füßen aufzuheben und sanft in die Richtung des erschrockenen Welpen zu rollen. Dabei brauchte er einen Moment, um die raue Stimme des Mannes, der sich neben ihm und dem Hund im Laden befand, zu vernehmen und zu registrieren, dass er nicht Englisch, sondern Koreanisch zu dem Tier sprach, was er nicht so oft zu hören bekam.
Taemin richtete sich daher erstaunt auf und wandte sich körperlich zu der Stelle, von der aus er die Worte vernommen hatte. Sein Blick blieb sofort an dem Größeren hängen. Schwarze Haare. Ein gut gebauter Körper. Irgendwie etwas Bekanntes. "Ähm", brachte der Student aus diesem Grund verwirrt über die Lippen, als er gefragt wurde, ob man ihm helfen könnte, ehe er den Kopf ein wenig weiter in den Nacken legte, um dem augenscheinlich ebenfalls gebürtigen Koreaner direkter ins Gesicht blicken zu können. Ihre Augen kreuzten sich; Erinnerungen kämpften sich an die Oberfläche. Plötzlich merkte Taemin, wie sein Atem stockte und das eigene Herz wie wild in der Luft pochte. "... Yongmin?", flüsterte er anschließend ungläubig. Konnte es sein? Der Yang war sich fast schon sicher, dass vielmehr sein eigenes Wunschdenken gesprochen hatte, denn weder stimmten Stimmlage noch Größe des anderen, gleichwohl waren da diese weichen Gesichtszüge, die ihm sofort ein geborgenes Gefühl und Vertrautheit vermittelt hatten. Gab es solche Zufälle überhaupt im Leben? Der 20-Jährige beobachtete wie in Trance die Fingerbewegungen des Schwarzhaarigen, der sich sein Hals massierte und sich räusperte. Es war offensichtlich, dass etwas Unnatürliches mit seiner Stimme geschehen war, jedoch hätte es Taemin in diesem Moment nicht weniger kümmern können. Stattdessen meinte er voller Hoffnung und Ahnungslosigkeit: "생일축하해요!"¹ Denn ja, der Blonde wusste kaum, was er sonst sagen sollte, wusste nicht, ob er hier überhaupt Yongmin vor sich hatte und versuchte zumindest, mit diesem einen Satz zu prüfen, dass er nicht halluzinierte. Sechs Jahre hatten sie sich schon nicht mehr gesehen. Sechs Jahre, in denen so viel passiert war. Yang rieb sich selbst mit dem Handrücken nervös über die Augen und blinzelte, als könnte er nicht glauben, dass sein gegenüber sich nicht einfach wieder in Luft auflöste. Vielleicht hatte er nun auch einfach vollkommen den Verstand verloren, Taemin war sich kaum mehr sicher, was er glauben sollte.
Taemin richtete sich daher erstaunt auf und wandte sich körperlich zu der Stelle, von der aus er die Worte vernommen hatte. Sein Blick blieb sofort an dem Größeren hängen. Schwarze Haare. Ein gut gebauter Körper. Irgendwie etwas Bekanntes. "Ähm", brachte der Student aus diesem Grund verwirrt über die Lippen, als er gefragt wurde, ob man ihm helfen könnte, ehe er den Kopf ein wenig weiter in den Nacken legte, um dem augenscheinlich ebenfalls gebürtigen Koreaner direkter ins Gesicht blicken zu können. Ihre Augen kreuzten sich; Erinnerungen kämpften sich an die Oberfläche. Plötzlich merkte Taemin, wie sein Atem stockte und das eigene Herz wie wild in der Luft pochte. "... Yongmin?", flüsterte er anschließend ungläubig. Konnte es sein? Der Yang war sich fast schon sicher, dass vielmehr sein eigenes Wunschdenken gesprochen hatte, denn weder stimmten Stimmlage noch Größe des anderen, gleichwohl waren da diese weichen Gesichtszüge, die ihm sofort ein geborgenes Gefühl und Vertrautheit vermittelt hatten. Gab es solche Zufälle überhaupt im Leben? Der 20-Jährige beobachtete wie in Trance die Fingerbewegungen des Schwarzhaarigen, der sich sein Hals massierte und sich räusperte. Es war offensichtlich, dass etwas Unnatürliches mit seiner Stimme geschehen war, jedoch hätte es Taemin in diesem Moment nicht weniger kümmern können. Stattdessen meinte er voller Hoffnung und Ahnungslosigkeit: "생일축하해요!"¹ Denn ja, der Blonde wusste kaum, was er sonst sagen sollte, wusste nicht, ob er hier überhaupt Yongmin vor sich hatte und versuchte zumindest, mit diesem einen Satz zu prüfen, dass er nicht halluzinierte. Sechs Jahre hatten sie sich schon nicht mehr gesehen. Sechs Jahre, in denen so viel passiert war. Yang rieb sich selbst mit dem Handrücken nervös über die Augen und blinzelte, als könnte er nicht glauben, dass sein gegenüber sich nicht einfach wieder in Luft auflöste. Vielleicht hatte er nun auch einfach vollkommen den Verstand verloren, Taemin war sich kaum mehr sicher, was er glauben sollte.
¹ "saeng-il chugha haeyo!" - "Alles Gute zum Geburtstag!"
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Cap
Er hatte gedacht, es würde ein normaler Tag werden. Dass er seine Arbeit bis zum Ende hinter sich bringen würde. Dass Maggie und er danach mit Saja spazieren gehen würden, ehe sie irgendwo etwas essen gingen. So wie jedes Jahr (davor natürlich ohne Saja) seit er hier hergekommen war. Aber nein. Heute nicht. Dieses Mal nicht. Er blinzelte, brauchte etwas länger um die Situation zu ordnen. Die Worte des anderen, diese Stimme. Es klang so wie Taemin. Nur erwachsener. Er schluckte, mühsam. Erlaubte sich irgendwer gerade einen makabren Scherz mit ihm? Aber woher sonst sollte der andere wissen, dass er heute Geburtstag hatte? Das war nichts was er einem regulären Kunden erzählte – und er war sich absolut sicher, dass dieser junge Mann vor ihm – Taemin?? – noch nie hier gewesen war. Er konnte sich Kunden gut merken, wusste wer regelmäßig oder zumindest öfter kam. Aber sein Gegenüber? Der nicht. Er wusste nicht was er sagen sollte.
Er traute seiner Stimme gerade noch weniger als sonst. Er wusste, dass sie in emotionalen Momenten brach. Dass er dann kaum mehr als atemlos wimmern konnte. Dass er keuchen würde, wie ein sterbendes Tier. Und er wollte auf gar keinen Fall, dass Taemin DAS jemals würde hören müssen. Er kam mittlerweile zwar besser damit klar, aber Taemin war….Taemin, also nochmal ein ganz anderes Level. Eines, das er hier und jetzt nicht überwinden konnte. Oder jemals. Also tat er das einzige was ihm einfiel – er hob die Hand, legte sie auf den Kopf des Kleineren - wann und wie war DAS eigentlich passiert? – und zerstörte dessen Frisur. So wie er es früher immer gemacht hatte. Nur hatte er sich damals immer ein bisschen recken müssen um überhaupt seine Hand auf den Kopf des anderen legen zu können. Zeiten änderten sich anscheinend sehr. Jetzt hätte eher Taemin die Mühe, wenn er es ihm gleichtun wollen würde.
Er ließ den Blick des Blonden dabei nicht eine Sekunde los und zog schließlich seine vernarbten Mundwinkel leicht nach oben. Gerade genug, dass man sein typisches Grinsen gerade so erahnen konnte.
Er konnte den Blick nicht abwenden, war froh, dass gerade niemand sonst den Laden betrat, denn sonst wäre es kritisch geworden, wenn er seine Stimme nicht unter Kontrolle hatte. Nebenbei nahm er wahr, wie Saja sich ihren Ball holte und damit irgendwo nach hinten verschwand. Offenbar war es ihr hier zu viel. Auch gut, dann musste er seine Aufmerksamkeit nicht von Taemin wegnehmen. Denn das könnte er nicht. Nicht, nachdem es sechs Jahre so war, dass er nur Fotos und kleine Dinge übrig hatte um sich an etwas zu erinnern, was mal sein liebster Lebensinhalt gewesen war. Bevor man ihm Taemin weggenommen hatte.
Aber jetzt vor ihm zu stehen, war….das absolut beste Geburtstagsgeschenk. EVER. Also...falls es wirklich sein Taemin war und nicht nur eine Halluzination, die vielleicht durch zu viel Blütenstaub ausgelöst wurde. Ging das überhaupt? So weit er wusste hatten sie keine Blumen im Bestand, die solche Eigenschaften hatten. Das wäre auch schwierig. Bestimmt müssten sie dafür irgendwelche Auflagen erfüllen oder so. Mühsam lenkte er seine Gedanken zurück auf die Situation, beobachtete den Kleineren abwartend. Wie würde er reagieren?
Er traute seiner Stimme gerade noch weniger als sonst. Er wusste, dass sie in emotionalen Momenten brach. Dass er dann kaum mehr als atemlos wimmern konnte. Dass er keuchen würde, wie ein sterbendes Tier. Und er wollte auf gar keinen Fall, dass Taemin DAS jemals würde hören müssen. Er kam mittlerweile zwar besser damit klar, aber Taemin war….Taemin, also nochmal ein ganz anderes Level. Eines, das er hier und jetzt nicht überwinden konnte. Oder jemals. Also tat er das einzige was ihm einfiel – er hob die Hand, legte sie auf den Kopf des Kleineren - wann und wie war DAS eigentlich passiert? – und zerstörte dessen Frisur. So wie er es früher immer gemacht hatte. Nur hatte er sich damals immer ein bisschen recken müssen um überhaupt seine Hand auf den Kopf des anderen legen zu können. Zeiten änderten sich anscheinend sehr. Jetzt hätte eher Taemin die Mühe, wenn er es ihm gleichtun wollen würde.
Er ließ den Blick des Blonden dabei nicht eine Sekunde los und zog schließlich seine vernarbten Mundwinkel leicht nach oben. Gerade genug, dass man sein typisches Grinsen gerade so erahnen konnte.
Er konnte den Blick nicht abwenden, war froh, dass gerade niemand sonst den Laden betrat, denn sonst wäre es kritisch geworden, wenn er seine Stimme nicht unter Kontrolle hatte. Nebenbei nahm er wahr, wie Saja sich ihren Ball holte und damit irgendwo nach hinten verschwand. Offenbar war es ihr hier zu viel. Auch gut, dann musste er seine Aufmerksamkeit nicht von Taemin wegnehmen. Denn das könnte er nicht. Nicht, nachdem es sechs Jahre so war, dass er nur Fotos und kleine Dinge übrig hatte um sich an etwas zu erinnern, was mal sein liebster Lebensinhalt gewesen war. Bevor man ihm Taemin weggenommen hatte.
Aber jetzt vor ihm zu stehen, war….das absolut beste Geburtstagsgeschenk. EVER. Also...falls es wirklich sein Taemin war und nicht nur eine Halluzination, die vielleicht durch zu viel Blütenstaub ausgelöst wurde. Ging das überhaupt? So weit er wusste hatten sie keine Blumen im Bestand, die solche Eigenschaften hatten. Das wäre auch schwierig. Bestimmt müssten sie dafür irgendwelche Auflagen erfüllen oder so. Mühsam lenkte er seine Gedanken zurück auf die Situation, beobachtete den Kleineren abwartend. Wie würde er reagieren?
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Lu
Verdammt. Hatte er etwas falsch gemacht? Eine Frage, die ihm nach den eigenen überstürzten Worten augenblicklich durch den Kopf schoss. Zweifel und Anspannung breiteten sich daher zusätzlich in Taemin aus, als er beobachtete, wie der andere Mann mühsam schluckte und einfach gar nichts sagte; ihn stattdessen anschaute. Wieder fühlte sich der Blonde gänzlich unsicher, merkte, wie seine Mundwinkel nach unten wanderten und er musste reflexartig wegsehen. Nicht, weil ihn die bisher unbekannten Narben im Gesicht von Yongmin störten, sondern, weil er das Gefühl hatte, dass er sonst aus dem Laden flüchten würde. Dabei wollte er so viel wissen! Wollte wissen, was mit der Stimme seines besten Freundes passiert war. Ob es mit den Narben zusammenhing... Wie es dem Han in den letzten Jahren ergangen war, denn er sah gut aus, ganz gleich, ob seine Merkmale von neuen Linien gezeichnet wurden - irgendwie machte es ihn ohnehin noch interessanter, falls das überhaupt möglich war. Gleichwohl kam er nicht umher, zu glauben, eine Grenze überschritten zu haben, weswegen er zu einer Entschuldigung ansetzte: "Entschuldigung! I-Ich wollte nicht unhöf-..." Die Hand, die sich plötzlich auf seinem Kopf befand, stoppte ihn allerdings inmitten seiner Worte und Taemin drehte den eigenen Kopf blitzschnell zurück, um den Schwarzhaarigen mit großen Augen anblicken zu können. Ihre Blicke kreuzten sich, bevor Yongmin seine Frisur durchwuschelte und sich ein roter Teint auf den Wangen des Kleineren ausbreitete, der nur wenige Sekunden später in ein altgewohntes Kichern ausbrach, das sich unweigerlich an die Oberfläche gekämpft hatte. "Stop!", meinte er anschließend lachend und griff mit seiner rechten Hand nach dem Handgelenk des anderen Mannes, um seine Finger aus den eigenen Haaren ziehen zu können. Statt ihn jedoch loszulassen, starrte Taemin kurz auf den Arm des Größeren, ehe er ihn schlichtweg an dem Gliedmaß zu sich zog und beide Arme um seinen Oberkörper schlang, wobei er das Gesicht in der Halsbeuge von Yongmin vergrub, da er diesen neuen Größenunterschied nicht gewohnt war, immerhin hatte er damals seinen besten Freund um ein paar Zentimeter überragt.
Ein tiefer Atemzug folgte, weshalb ein blumiger Duft Taemins Sinne flutete, zweifellos etwas, das durch die Arbeit im Blumenladen an dem anderen Mann heftete, aber es war nicht nur das. Der 20-Jährige musste zufrieden raunen. Unter alldem konnte er nämlich etwas Vertrautes riechen; etwas, das ganz nach Yongmin schrie und ihn an jene wohligen Umarmungen aus seiner Kindheit und Jugend erinnerte, die er mit ihm geteilt hatte. Vielleicht war es unangebracht, schließlich hatten sie sich sechs Jahre lang nicht mehr gesehen, doch schmiegte sich der Student unbewusst noch etwas mehr an den warmen Körper und umarmte ihn fester. Innerlich wartete er zwar immer noch irgendwie darauf, dass die Blase platzen und er aus diesem wunderschönen Traum aufwachen würde, aber das war egal. Er wollte diese Situation schlichtweg so lange genießen, wie er konnte. "Du bist hier, in London!", murmelte er aus diesem Grund hoffnungsvoll gegen die Haut von Yongmin und schniefte kurz, da ihm tatsächlich Tränen in die Augen geschossen waren, "Fühlt sich wie nach Hause kommen an." Parallel dazu breitete sich ein breites Lächeln auf seinen Lippen aus und seine Finger vergruben sich im Oberteil des anderen. Er wollte, oder vielmehr konnte, ihn noch nicht loslassen. Diese Wärme machte süchtig. Trotzdem gab es etwas, das er dringend wissen wollte, wodurch er sich letztlich leicht von dem Größeren löste, die Arme weiter um seinen Körper geschlungen, allerdings konnte er nun wieder zu ihm hinaufsehen, während er sagte: "Seit wann bist du hier? H-Hätte ich das gewusst... Wir hätten uns viel früher treffen können. A-Aber dir ist etwas in Südkorea passiert, nicht wahr? Du musst nicht darüber reden, keine Sorge, du sollst nur wissen, dass ich nun wieder für dich da bin!" Die Andeutung war klar. Yongmins Stimme und die Narben sprachen für sich und Taemin wusste nicht, wie er das Thema sonst hätte anschneiden sollen; wusste nicht, wie emotional es für den Han war. Dennoch wollte er nach all den Jahren noch immer für ihn da sein, wobei ihn die körperlichen Veränderungen nicht scherten, Yongmin war so oder so weiterhin Yongmin, denn viel wichtiger waren die seelischen Narben, die der Gleichaltrige zweifellos in sich trug. Narben, die tiefer ragten als es die physischen je könnten.
Ein tiefer Atemzug folgte, weshalb ein blumiger Duft Taemins Sinne flutete, zweifellos etwas, das durch die Arbeit im Blumenladen an dem anderen Mann heftete, aber es war nicht nur das. Der 20-Jährige musste zufrieden raunen. Unter alldem konnte er nämlich etwas Vertrautes riechen; etwas, das ganz nach Yongmin schrie und ihn an jene wohligen Umarmungen aus seiner Kindheit und Jugend erinnerte, die er mit ihm geteilt hatte. Vielleicht war es unangebracht, schließlich hatten sie sich sechs Jahre lang nicht mehr gesehen, doch schmiegte sich der Student unbewusst noch etwas mehr an den warmen Körper und umarmte ihn fester. Innerlich wartete er zwar immer noch irgendwie darauf, dass die Blase platzen und er aus diesem wunderschönen Traum aufwachen würde, aber das war egal. Er wollte diese Situation schlichtweg so lange genießen, wie er konnte. "Du bist hier, in London!", murmelte er aus diesem Grund hoffnungsvoll gegen die Haut von Yongmin und schniefte kurz, da ihm tatsächlich Tränen in die Augen geschossen waren, "Fühlt sich wie nach Hause kommen an." Parallel dazu breitete sich ein breites Lächeln auf seinen Lippen aus und seine Finger vergruben sich im Oberteil des anderen. Er wollte, oder vielmehr konnte, ihn noch nicht loslassen. Diese Wärme machte süchtig. Trotzdem gab es etwas, das er dringend wissen wollte, wodurch er sich letztlich leicht von dem Größeren löste, die Arme weiter um seinen Körper geschlungen, allerdings konnte er nun wieder zu ihm hinaufsehen, während er sagte: "Seit wann bist du hier? H-Hätte ich das gewusst... Wir hätten uns viel früher treffen können. A-Aber dir ist etwas in Südkorea passiert, nicht wahr? Du musst nicht darüber reden, keine Sorge, du sollst nur wissen, dass ich nun wieder für dich da bin!" Die Andeutung war klar. Yongmins Stimme und die Narben sprachen für sich und Taemin wusste nicht, wie er das Thema sonst hätte anschneiden sollen; wusste nicht, wie emotional es für den Han war. Dennoch wollte er nach all den Jahren noch immer für ihn da sein, wobei ihn die körperlichen Veränderungen nicht scherten, Yongmin war so oder so weiterhin Yongmin, denn viel wichtiger waren die seelischen Narben, die der Gleichaltrige zweifellos in sich trug. Narben, die tiefer ragten als es die physischen je könnten.
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Er war so überfordert gerade, auch wenn er das nicht nach außen zeigte. Ja es wart absolut perfekt, seinen besten Freund – für ihn hatte sich da nie etwas verändert, auch wenn die Chance gering gewesen war, Taemin je wieder zu sehen – vor sich zu haben, aber es war dennoch perfekt. Der andere wollte zuerst eine Entschuldigung sprechen, aber die brach ab als Yongmin ihm über den Kopf wuschelte. Das nachfolgende Kichern dauerte auch scheinbar ewig – es war wie diese eine Melodie, die man ewig im Herzen trug und nie vergessen würde, weil es sich für einen wie der beste Klang überhaupt anfühlte. Yongmin war glücklich. So sehr wie schon lange nicht mehr. Die letzten Jahre war alles immer irgendwie ein Kampf gewesen. Der Konkurrenzdruck in der Trainee-Zeit. Seine Zeit im Krankenhaus. Die Zeit danach. Die Scham, die Angst vor Flaschen, die schon geöffnet wurden, bevor man sie ihm gab. Alles war da, unter der Oberfläche – all das was Taemin nicht sah. Nicht in seinen Augen, weil Yongmin es hasste wie ein Opfer behandelt zu werden. Er hatte es überlebt – zwar war dadurch sein Traum geplatzt (das musste er immer noch in den Therapiestunden behandeln) – aber er hatte trotzdem ein gutes Leben. Natürlich sah man es ihm trotzdem an. Die Narben in seinen Mundwinkeln waren da. Sie zeugten von dem was er durchgestanden hatte. Sie gehörten zu ihm. Wie lange er sich nicht hatte im Spiegel ansehen können. Nur deswegen.
Er atmete tief durch, drängte die Gedanken zurück, während Taemin an seiner Brust klebte wie Pattex. Aber noch nie vorher, war er so geerdet, wie jetzt, wo er von seinem besten Freund umarmt wurde. Seine Arme zogen den anderen näher ran, auch dann noch als Taemin sich zurücklehnte um zu ihm aufsehen zu können – HA! Das würde er ihm für den Rest des Lebens vorhalten und ihn damit aufziehen, dass sie jetzt die Größen getauscht hatten. Er wollte sich nicht lösen. Sein Blick wandte sich ab, denn wenn er Taemin weiter ansah, würde seine Stimme sicher beschissen klingen. Also schlimmer als sowieso schon.
“3...Jahre“ würgte er hervor und atmete scharf ein. Es tat weh. Manchmal mehr, manchmal weniger. Es war eine Last, die ihm keiner abnehmen konnte. Nicht, dass seine Mutter nicht 6 verschiedene Ärzte befragt hatte – die ihr alle dasselbe gesagt hatten: seine Stimme würde so bleiben.
“Ich bin….3 Jahre hier…“ er stützte sich an Taemin ab, grub seine Finger haltsuchend in dessen Schultern. Natürlich nicht zu fest. Dann ließ er los, tastete an seiner Seite nach dem Gurt mit der Trinkflasche, zog sie nach oben und schnappte sich den Strohhalm. Es linderte den Krampf auf seinen Stimmbändern, aber es machte ihm auch Probleme, denn schlucken fühlte sich immer an, als würde sich eine Schlinge um seinen Hals zuziehen. Er schluckte, mühsam. Ließ die Flasche wieder sinken und atmete erneut durch. “Wi-Willst du was trinken?“ er deutete vage nach hinten, wo sie immerhin ein Hinterzimmer hatten, wo die Sträuße gebunden wurden.
Wäre er nicht noch mitten im Arbeitstag hätte er Taemin jetzt mit nach oben genommen. Bei jedem anderen wäre allein der Gedanke beim ersten Treffen super weird gewesen, aber es war Taemin von dem er hier redete und auch wenn 6 Jahre zwischen ihnen lagen, fühlte es sich wirklich an, wieder zuhause zu sein. Weil in diesem Fall zuhause sein bedeutete, bei dem besten Freund zu sein, den er je gehabt hatte und haben würde. Bei Taemin zu sein, ihn festhalten zu können – das löste einen Knoten in seiner Brust von dem er nicht gewusst hatte, dass er da war, und jetzt war er es, der sich über die Augen wischen musste. Seine Vergangenheit würde immer da sein, aber obwohl er Taemin noch nichts erzählt hatte, fühlte es sich leichter an. So war es immer mit ihm gewesen. Die Welt hatte brennen können, aber wenn Taemin seine Hand nahm, dann war das alles nur halb so schlimm.
Und genau deswegen war es nun Yongmin, der nach der Hand des Blonden griff und ihre Finger ineinander verschränkte. Weil es so sein musste.
Er atmete tief durch, drängte die Gedanken zurück, während Taemin an seiner Brust klebte wie Pattex. Aber noch nie vorher, war er so geerdet, wie jetzt, wo er von seinem besten Freund umarmt wurde. Seine Arme zogen den anderen näher ran, auch dann noch als Taemin sich zurücklehnte um zu ihm aufsehen zu können – HA! Das würde er ihm für den Rest des Lebens vorhalten und ihn damit aufziehen, dass sie jetzt die Größen getauscht hatten. Er wollte sich nicht lösen. Sein Blick wandte sich ab, denn wenn er Taemin weiter ansah, würde seine Stimme sicher beschissen klingen. Also schlimmer als sowieso schon.
“3...Jahre“ würgte er hervor und atmete scharf ein. Es tat weh. Manchmal mehr, manchmal weniger. Es war eine Last, die ihm keiner abnehmen konnte. Nicht, dass seine Mutter nicht 6 verschiedene Ärzte befragt hatte – die ihr alle dasselbe gesagt hatten: seine Stimme würde so bleiben.
“Ich bin….3 Jahre hier…“ er stützte sich an Taemin ab, grub seine Finger haltsuchend in dessen Schultern. Natürlich nicht zu fest. Dann ließ er los, tastete an seiner Seite nach dem Gurt mit der Trinkflasche, zog sie nach oben und schnappte sich den Strohhalm. Es linderte den Krampf auf seinen Stimmbändern, aber es machte ihm auch Probleme, denn schlucken fühlte sich immer an, als würde sich eine Schlinge um seinen Hals zuziehen. Er schluckte, mühsam. Ließ die Flasche wieder sinken und atmete erneut durch. “Wi-Willst du was trinken?“ er deutete vage nach hinten, wo sie immerhin ein Hinterzimmer hatten, wo die Sträuße gebunden wurden.
Wäre er nicht noch mitten im Arbeitstag hätte er Taemin jetzt mit nach oben genommen. Bei jedem anderen wäre allein der Gedanke beim ersten Treffen super weird gewesen, aber es war Taemin von dem er hier redete und auch wenn 6 Jahre zwischen ihnen lagen, fühlte es sich wirklich an, wieder zuhause zu sein. Weil in diesem Fall zuhause sein bedeutete, bei dem besten Freund zu sein, den er je gehabt hatte und haben würde. Bei Taemin zu sein, ihn festhalten zu können – das löste einen Knoten in seiner Brust von dem er nicht gewusst hatte, dass er da war, und jetzt war er es, der sich über die Augen wischen musste. Seine Vergangenheit würde immer da sein, aber obwohl er Taemin noch nichts erzählt hatte, fühlte es sich leichter an. So war es immer mit ihm gewesen. Die Welt hatte brennen können, aber wenn Taemin seine Hand nahm, dann war das alles nur halb so schlimm.
Und genau deswegen war es nun Yongmin, der nach der Hand des Blonden griff und ihre Finger ineinander verschränkte. Weil es so sein musste.
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Lu
Das eigene Herz schlug wild in der Brust - vollständig überkommen von Freude, Aufregung und so vielen anderen Emotionen, die Taemin nur schwer greifen und beschreiben konnte. War es darüber hinaus überhaupt möglich, dass er noch breiter lächelte? Jedenfalls schmerzten ihm die Wangen, während die eigenen Mundwinkel weiter nach oben wanderten, als Yongmin ihn enger an sich heranzog. Trotzdem wagte er nicht, den Blick vom Gesicht des Gleichaltrigen abzuwenden, legte den Kopf daher noch mehr in den Nacken, um ihn ungeachtet der Nähe ansehen zu können. Vermutlich würde er diesen Moment niemals mehr vergessen, weshalb es nur logisch schien, möglichst viel von allem aufzusaugen. Ja, vielleicht feierte nicht nur der Han heute seinen realen Geburtstag, sondern sie beide; sie beide, die sich endlich wiedergefunden hatten und neu vereint worden waren. Der Geburtstag von etwas anderem also, von dem Neuanfang ihrer Freundschaft, und doch nicht minderbedeutend. Drei Jahre. So lange schon war der Schwarzhaarige in London. So lange schon hatte er sich in greifbarer Nähe befunden... Dennoch verspürte Taemin keine Trauer darüber, dass sie sich nicht schon früher begegnet waren, immerhin spielte nur das Hier und Jetzt eine Rolle. Die Jahre ohne Yongmin waren prompt vergessen, wurden durch seine Wärme, durch die Geborgenheit dieser Umarmung, verdrängt. Ein Gefühl, das Yangs gesamtes Sein erfüllte. Gleichwohl entgingen ihm nicht die Anzeichen des Größeren, dass er Schmerzen beim Reden verspürte. Was war nur mit ihm geschehen? Aus diesem Grund löste Taemin fast schon automatisch einen Arm aus ihrer umschlungenen Position, damit er seine Hand an die Wange des anderen Mannes legen und ihm mit dem Daumen sanft über den Knochen streichen konnte. Es war alles gut. Yongmin würde nie wieder allein sein, ein Versprechen, das er still und heimlich, wie ein Mantra in seinen Gedanken aufsagte. "Shh", raunte er dazu und ließ anschließend mit stockendem Atem zu, dass sich der andere von ihm löste, um zu trinken. Nichtsdestominder schmerzte es, als hätte sich seine andere Hälfte von ihm getrennt. Seine bessere Hälfte, die er nun endlich zurückgewonnen hatte.
Der Blonde nutzte die Gelegenheit dennoch. Er studierte den Schwarzhaarigen eindringlich, ließ seinen Blick über seine Lippen, seinen Hals und letztlich über den Rest seines Körpers wandern. Die Frage, ob er ebenfalls etwas trinken wollte, nahm er hierbei nur vage wahr, schließlich vereinnahmte das Erscheinungsbild des Größeren seine Sinne vollkommen, doch nickte er reflexartig und riss seine Augen los, um in die Richtung schauen zu können, in die sein gegenüber gezeigt hatte. "Gern", schob er schlussendlich nach und merkte, wie sich die eigenen Wangen noch ein wenig weiter erhitzten und ihm zweifellos einen rosigen Teint verpassten. Dabei half der Fakt, dass Yongmin plötzlich seine Hand umgriffen und ihre Finger miteinander verschlungen hatte, kaum. Der neue Kontakt trieb seinen Puls in die Höhe und ließ ihn scharf die Luft einsaugen, bevor er den Griff erwiderte und sich mit seinen Fingern förmlich an den anderen klammerte. "Du... Du hast mir wirklich gefehlt. E-Es fühlt sich zum ersten Mal seit Langem an, als könnte ich wieder richtig atmen. Ich weiß nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll, aber... Yongmin, du verstehst, worauf ich hinaus möchte, oder?", flüsterte Taemin im Endeffekt erklärend dazu und sah noch einmal in die Richtung des Raums, auf den der Han gedeutet hatte, ehe er in einem ungewohnten Anflug von Selbstbewusstsein die Initiative ergriff, den Gleichaltrigen mit sich zog und die Entfernung zum Tresen und der dahinter liegenden Tür durch schnelle Schritte überbrückte. Er wollte Privatsphäre; konnte nicht riskieren, dass dieser unglaubliche Moment durch einen anderen Kunden gestört werden würde und schielte daher wieder und wieder zur Eingangstür, bis sie sich hinter dem Tresen befanden und er darauf wartete, dass der Schwarzhaarige sie beide ins Hinterzimmer lassen würde. So mutig, einfach hineinzuspazieren, als würde ihm dieser Platz gehören, war er doch nicht. Seine Andeutung war ohnehin offensichtlich. "Hast du etwas für heute geplant?", warf er Yongmin zusätzlich die Frage, die ihm nun auf der Zunge brannte, über die eigene Schulter zu, wobei er die Hand in seiner zuversichtlich drückte; ihn wissen ließ, dass er ihn nicht mehr loswerden würde.
Der Blonde nutzte die Gelegenheit dennoch. Er studierte den Schwarzhaarigen eindringlich, ließ seinen Blick über seine Lippen, seinen Hals und letztlich über den Rest seines Körpers wandern. Die Frage, ob er ebenfalls etwas trinken wollte, nahm er hierbei nur vage wahr, schließlich vereinnahmte das Erscheinungsbild des Größeren seine Sinne vollkommen, doch nickte er reflexartig und riss seine Augen los, um in die Richtung schauen zu können, in die sein gegenüber gezeigt hatte. "Gern", schob er schlussendlich nach und merkte, wie sich die eigenen Wangen noch ein wenig weiter erhitzten und ihm zweifellos einen rosigen Teint verpassten. Dabei half der Fakt, dass Yongmin plötzlich seine Hand umgriffen und ihre Finger miteinander verschlungen hatte, kaum. Der neue Kontakt trieb seinen Puls in die Höhe und ließ ihn scharf die Luft einsaugen, bevor er den Griff erwiderte und sich mit seinen Fingern förmlich an den anderen klammerte. "Du... Du hast mir wirklich gefehlt. E-Es fühlt sich zum ersten Mal seit Langem an, als könnte ich wieder richtig atmen. Ich weiß nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll, aber... Yongmin, du verstehst, worauf ich hinaus möchte, oder?", flüsterte Taemin im Endeffekt erklärend dazu und sah noch einmal in die Richtung des Raums, auf den der Han gedeutet hatte, ehe er in einem ungewohnten Anflug von Selbstbewusstsein die Initiative ergriff, den Gleichaltrigen mit sich zog und die Entfernung zum Tresen und der dahinter liegenden Tür durch schnelle Schritte überbrückte. Er wollte Privatsphäre; konnte nicht riskieren, dass dieser unglaubliche Moment durch einen anderen Kunden gestört werden würde und schielte daher wieder und wieder zur Eingangstür, bis sie sich hinter dem Tresen befanden und er darauf wartete, dass der Schwarzhaarige sie beide ins Hinterzimmer lassen würde. So mutig, einfach hineinzuspazieren, als würde ihm dieser Platz gehören, war er doch nicht. Seine Andeutung war ohnehin offensichtlich. "Hast du etwas für heute geplant?", warf er Yongmin zusätzlich die Frage, die ihm nun auf der Zunge brannte, über die eigene Schulter zu, wobei er die Hand in seiner zuversichtlich drückte; ihn wissen ließ, dass er ihn nicht mehr loswerden würde.
