New furniture and having some fun
[private Szene & feste Postreihenfolge]
Charaktere
Datum
09.01.2024
Tageszeit
Morgens
Ort
Edinburgh, Ikea später ggf. Bar
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Linea
Ihm saß immer noch die Begegnung und sein Auszug aus der gemeinsamen Wohnung in den Knochen. Es war der Beginn eines weiteren Neuanfangs. Nur fühlte es sich für ihn so nicht an. Sondern eher noch nach einem Verlust. Noch immer fragte er sich, was der Grund war. In seinen Augen waren sie doch glücklich gewesen. Sicher hatten sie auch mal Tage, in denen nicht alles perfekt war. Aber so im Ganzen? Hatte er das schon so gesehen. Umso härter war es vor ein paar Wochen für ihn gewesen. Weil es für Valentin eben so unerwartet gekommen war. Daher hatte er diese Zeit in Lissabon in seiner Heimat mehr als nur gebraucht. Eine Zeit in der er es besser verdrängen konnte. Schließlich war es sein Zuhause, hatte dort die meisten glücklichen Momente erlebt. Hatte aber auch wieder ihm vor Augen geführt, was er damals zurückgelassen hatte. Seine Erfolge in seiner Heimat. Es war einfach wie ein Pauseknopf in Lissabon gewesen. Umso mehr kamen die ganzen Gefühle und alles wieder hoch und die Tatsache, das er nicht wusste, was er in Zukunft machen wollte. Denn hier in Edinburgh ein komplettes Leben aufzubauen, war ein Traum von ihm und Zélia gewesen. Es trotzdem durchzuziehen fühlte sich eben aktuell einfach nur leer an. Nichts was er sich vorstellen konnte oder aber auch nicht vollkommen ausschließen konnte. Denn er hatte ja auch hier neue Freunde gefunden. Freunde die für ihn eine zweite Familie geworden waren.
Die ganzen Gedanken darüber und vor allem auch die Gefühle versuchte er aktuell in Songtexte und Musik zu verarbeiten. Versuchte sich aber auch gleichzeitig in die WG richtig einzubringen. Diejenigen, die er nur vom Sehen her kannte, besser kennenlernen wollte. Es war ungewohnt, mit relativ unbekannten Personen zusammen zu leben, aber immerhin war immer irgendwie was los. Etwas, was ihn ein wenig auch an Lissabon erinnert. Was ihm manchmal immer noch das ein oder andere Schmunzeln auf die Lippen brachte.
Der Santos hatte sich für heute mit Cal verabredet. Auch so eine Freundschaft, die manche sicherlich nicht nachvollziehen konnten. Aber Cal war für Val zu einer wichtigsten Bezugsperson geworden. Etwas, was sich ja noch vor seiner Zeit hier in Edinburgh angefangen hatte. Damals in seiner Teenagerzeit und auch die Zeit, in der er nach Edinburgh gezogen war, war er mehr als dankbar gewesen, schon einen Freund zu haben, um sich nicht vollkommen wie ein Fremder zu fühlen. Gerade war Val noch dabei, noch einen Becher Kaffee zu füllen, als er aus dem Fenster schon sah, wie Cal mit seinem Auto vorfährt. Der Portugiese zog noch schnell seine Jacke über, nahm den einen Becher Kaffee und seinen Becher mit Tee und verließ dann auch schon direkt die WG. Schließlich hatten sie ja einen vollen Zeitplan. Val öffnete die Tür, reichte erst einmal den Becher Cal rüber, ehe er dann auch einstieg. "Hey. Danke, dass du mir hilfst. Alles klar bei dir?"
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Fay
Zwei Zeigefinger trommelten rhythmisch auf das Lenkrad ein, während der Sound der amerikanischen Band 'Black Veil Brides' den Innenraum des Toyota GR86 füllte. Zu seiner eigenen Überraschung hatte es Callum doch noch pünktlich geschafft mitsamt seines Wagens Valentins Adresse zu erreichen, obwohl der Verkehr wieder einmal die Hölle gewesen war. Seine eigene Ungeduld hätte es ihm wohl gedankt, wäre er auf ein öffentliches Verkehrsmittel ausgewichen, doch der Schotte war sich im Allgemeinen zu schade für abgesessene Polster und unbekannte Nebensitzer. Darüber hinaus hatte sein bester Freund ihn explizit darum gebeten, mit dem Auto zu kommen, weil die Einkäufe möglicherweise zu sperrig für eine andere Transportmöglichkeit sein würden. Callum musste zugeben, dass er die Nachricht mit einer hübschen Blondine auf dem Schoß nur überflogen und knapp beantwortet hatte. Die genauen Hintergründe waren unwichtig, wenn man seinerseits das Privileg genoss, jederzeit auf Hilfe zählen zu können. Darum stand er nun wartend auf einem der raren Parkplätze und ließ sich von Biersacks Stimme etwas über den Schmerz eines Verlusts vorsingen. Val und er waren wirklich komplett unterschiedlich; sogar in ihrem Musikgeschmack wich die eine Vorliebe von der anderen ab, denn während die cal‘sche Spotifybibliothek vor allem Metal, Rock und vereinzelt Sprechgesang beinhaltete, lauschte der Jüngere lieber ruhigeren Klängen. Na, vielleicht war er gleich so nett eine andere Playlist anzuschmeißen, wenn das Singvögelchen neben ihm Platz genommen hatte.
Just in diesem Moment sah er Val das kurze Stück Straße entlang gehen, was ihn dazu veranlasste, die Lautstärke der Musik herunterzuregeln. Der zweite Becher in dessen Händen ließ ihn auf einen Koffeinkick hoffen. Erfreulicherweise stieg der Geruch von Kaffee in Cals Nase, kaum dass er das Heißgetränk an sich genommen hatte."Ist das 'ne Sicherheitsmaßnahme, damit ich so früh morgens nicht übermüdet in den nächsten Graben fahre, mh?" Misstrauisch wanderte die rechte Augenbraue ein kleines Stück nach oben. Der erste Schluck schmeckte köstlich. Um sich seine flüssige Lebensgrundlage nicht über den Oberschenkeln zu verschütten, wurde sie aber zunächst in der Einbuchtung neben sich in Sicherheit gebracht, und auf das Einrasten des Beifahrergurtes gewartet. "Die Prinzessinnenkutsche bringt Sie an Ihr Ziel, wohin auch immer Sie wollen" , zog er Val auf die für ihn typische Art auf, wobei es der Teil der Nachricht tatsächlich nicht in sein Langzeitgedächtnis geschafft hatte. War aber egal, für den Studenten standen heute keine Vorlesungen auf dem Plan. Im Grunde wäre er sogar einverstanden, mit dem Kumpel Edinburghs Straßen unsicher zu machen - ganz ohne spezielle Absicht dahinter. "Mir geht's bestens" , ging er endlich auf die an ihn gestellte Frage ein. "Wie sollte es anders sein, wenn mir das schönste Gesicht Schottlands seine Aufmerksamkeit schenkt." Cal lachte und deutete auf das iPhone in der Ablage. "Kannst dir was aussuchen. Bei Schlager schubse ich dich allerdings aus dem Fenster." Der Motor heulte kurz auf.
Just in diesem Moment sah er Val das kurze Stück Straße entlang gehen, was ihn dazu veranlasste, die Lautstärke der Musik herunterzuregeln. Der zweite Becher in dessen Händen ließ ihn auf einen Koffeinkick hoffen. Erfreulicherweise stieg der Geruch von Kaffee in Cals Nase, kaum dass er das Heißgetränk an sich genommen hatte.
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Linea
Manche würden wohl sagen, dass Cal und er so unterschiedlich wie Tag und Nacht waren. Stimmte ja auch, aber genau das war eben auch so besonders an ihrer Freundschaft. Sie konnten sich beide gegenseitig aus der Komfortzone bringen. Dazu ist die Freundschaft zwischen ihnen über Jahre gewachsen und genau das schätzte Val eben sehr an dieser Freundschaft. Sagte man nicht auch, dass sich Gegensätze anziehen? Irgendwie passte dieses Sprichwort ja auch zu ihnen beiden. Schon alleine der Spruch, den er als Erstes direkt um die Ohren gehauen bekam, brachte Val zum Schmunzeln und ließ ihn selbst aus seinen trüben Gedanken, die ihn schon den ganzen Morgen verfolgten, verstummen. “Kann man so sehen. Ich weiß ja, dass du ohne deine zwei Tassen Kaffee nicht wirklich genießbar bist für dein Umfeld.“ Das Grinsen wurde breiter, bevor sich dann auch ein Schluck von seinem Tee gönnte. “Oder du siehst es einfach als freundliche Geste, dass dir dein Kumpel etwas Gutes tun wollte.“ Oder als kleine Entschädigung für das, was heute wohl so ansteht.“Für die Prinzessinnenkutsche ist sie aber nicht rosa genug. Das gibt einen Punkt Abzug für den Service.“ Ja, er war dankbar dafür, dass Cal es mit so einer Leichtigkeit schaffte, ihn abzulenken. Dass er eben nicht mehr über die Trennung nachdachte. Er war der Erste, dem Val anvertraut hatte, dass sich Zélia von ihm getrennt hatte. Die gemeinsame Zeit in Portugal war daher schon ein Stück weit wie Balsam für seine Seele, zumal er dadurch dann auch wirklich Ablenkung hatte in Lissabon. Feiern zu gehen dort war eben einfach anders als in Edinburgh. “Ich dachte an Ikea. Bräuchte noch ein paar Sachen, damit mein Zimmer in der WG nicht aussieht wie ein explodiertes Musikstudio oder so.“ Denn gerade glich sein Zimmer wie so eine Abstellkammer mit Kisten und den Musikinstrumenten, die überall irgendwo an den Wänden lehnten, damit man nicht drüber fiel.
Auch Val stellte seinen Becher in die noch freie Vorrichtung, um dann das Handy von Cal zu schnappen. “Ich wusste es. Ich bin also wirklich der Typ deiner Träume.“ Kam es schmunzelnd über seine Lippen, bis er dann das Handy kurz auf seinen Brustkorb legte in die Höhe, wo sich sein Herz befindet. “Ich fühle mich geehrt. Aber wenn ich das schönste Gesicht von Edinburgh bin, dann bin ich fast traurig, dass du mich nicht auf deinem Screen hier hast. Schließlich verbringst du mit deinem Handy doch die meiste Zeit.“ Die Worte waren natürlich lustig gemeint, da er auch Cal ein wenig aufziehen wollte. Machte halt auch Spaß ihn etwas zu ärgern. Untypisch für Val entschied er sich dieses Mal für eine Playlist von Cal selbst. Zwar kein Rap oder Metal, dafür aber Rock. Erst danach legte er das Handy wieder auf die Ablage und legte kurz seine Hand auf die Hand von Cal die auf dem Schalthebel lag. “Danke für das hier.“
